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  • Celina Proffen Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin, Goethe-Universität Frankfurt, Lehrstuhl für Makroökonomie und Entwicklung Die Ludwig-Erhard-Stiftung hat den 1. Preis im Dr.-Herbert-B.-Schmidt-Wettbewerb für wissenschaftliche Arbeiten zur Sozialen Marktwirtschaft für das Jahr 2022 an Celina Proffen vergeben. Ausgezeichnet wird ihre Abschlussarbeit im Studiengang "Master of Science in Quantitative Economics" an der Goethe-Universität Frankfurt mit dem Titel "Does Media Reporting Matter for Daily Consumption Choices? – Evidence from the US-China Trade Conflict". Derzeit [...]

    Veröffentlicht: 27. Juni 2023Von:
  • „Soziale Marktwirtschaft, das haben wir von ihm gelernt, ist nicht lediglich ein Weg zum Wohlstand für Alle. Soziale Marktwirtschaft – so, wie er sie gelebt hat – ist vielmehr ein Ziel für sich, für das es täglich einzustehen gilt, damit alle in Freiheit besser leben können.“ (Helmut Kohl beim Staatsakt für Ludwig Erhard im Deutschen Bundestag am 11. Mai 1977)

    Veröffentlicht: 5. Mai 2023Von:
  • Die Fotoausstellung „Bilder aus fünf Jahrzehnten“ der Ludwig-Erhard-Stiftung ist im März 2023 bei der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Hamburg zu sehen (Willy-Brandt-Straße 73, 20459 Hamburg). Die Ludwig-Erhard-Stiftung freut sich darüber, dass die Fotoausstellung zu ihrem Stifter gerade in dieser Zeit bei der Bundesbank zu sehen ist. Schließlich ist die Geschichte der Bundesbank eng mit der Währungsgeschichte, der Währungsreform und damit einem der Grundpfeiler der Sozialen Marktwirtschaft verbunden. Lesen Sie dazu die Pressemitteilung. Dr. [...]

    Veröffentlicht: 2. März 2023Von:
  • Seit dem 6. Februar bis einschließlich 24. Februar 2023 ist im Gmunder Rathaus unsere Fotoausstellung „Ludwig Erhard – Bilder aus fünf Jahrzehnten“ zu sehen. Näheres zum Programm erfahren Sie bei Frau Maria Glas (maria.glas@gmund.de, Tel.: 08022 7505-13). Die Pressemitteilung ist hier herunterladbar. Unser Geschäftsführer, Herr Marcus M. Lübbering, hat anlässlich der Auftaktveranstaltung eine Rede gehalten. Sein Redetext ist hier herunterladbar. Hinweis: Zuvor war die Ausstellung in >>Berlin zu sehen. Bis Ende März 2023 wird [...]

    Veröffentlicht: 8. Februar 2023Von:
  • Das 49-Euro-Ticket kostet Bund und Länder viele Milliarden, ist aber für den Klimaschutz weitgehend wirkungslos. Durch Strukturreformen ließe sich eine echte Verkehrsverlagerung erzielen. Die grundlegende Veränderung des Verkehrsverhaltens hin zu einer umwelt- und insbesondere klimaverträglichen Mobilität, im politischen Raum oft als Mobilitäts- bzw. Verkehrswende bezeichnet, ist ein überfällig zu lösendes Generationenprojekt von hoher Komplexität. Nötig wäre deshalb schon lange eine umfassende Mobilitätspolitik aus einem Guss. Leider werden jedoch die dringend notwendigen Strukturreformen wieder einmal [...]

    Veröffentlicht: 2. Februar 2023Von:
  • „Alle Experimente mit der Umsetzung des Sozialismus in die Realität sind am Ende gescheitert. Freiheit und Wohlstand gedeihen auf Dauer nur in der Verbindung von demokratischem Rechtsstaat und marktwirtschaftlicher Ordnung. Sollten sich die intellektuellen Verächter der Marktwirtschaft nicht auch einmal mit dieser Realität auseinandersetzen?“, fragt das Ehrenmitglied der Ludwig-Erhard-Stiftung, Professor Otmar Issing, und geht in seinem Beitrag dem Denken der "intellektuellen Verächter der Marktwirtschaft" nach. In jeder größeren Krise betreten Auguren die Bühne, die [...]

    Veröffentlicht: 7. Januar 2023Von:
  • „Wohlstand hat viele Facetten und Wachstum viel mit Lebens- und Aufstiegschancen und damit auch mit immateriellen Werten zu tun“, meint Linda Teuteberg, stellvertretende Vorsitzende der Ludwig-Erhard-Stiftung. Die Autorin plädiert für Freiheit, Eigentum und Marktwirtschaft – statt unterkomplexer Situationsbeschreibungen, mittels derer manche begleitet von Vorstößen für Etatismus, Interventionismus und Protektionismus für intellektuell gehalten werden möchten. „Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis“: Für die Jahre vor dem 24. Februar 2022 stellt [...]

    Veröffentlicht: 6. Januar 2023Von:
  • ,,Soziale Marktwirtschaft unter geotektonischen Spannungen: Wie kann es weitergehen?‘‘ mit diesem Vortrag leitete Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Blum die Gesprächsreihe ,,125 Jahre Ludwig-Erhard‘‘ ein, initiiert von der Akademie für Politik und Zeitgeschehen gemeinsam mit der Ludwig-Erhard-Stiftung. Die Expertenrunde, bestehend aus Prof. Diane Robers, Markus Ferber MdEP, Prof. Roland Koch, Prof. Ulrich Blum, Prof. Ralf Wehrsporn und Barbara Becker MdL, diskutierte ergebnisreich über die Entstehungsgeschichte und heutige Herausforderungen der Sozialen Marktwirtschaft. Eine menschenwürdige Wirtschaftsordnung [...]

    Veröffentlicht: 22. Dezember 2022Von:
  • Am 8. Dezember 2022 hat in der Universität zu Köln die Ludwig-Erhard-Lecture 2022 stattgefunden. Nach der Begrüßung von Professor Dr. Steffen Roth, Direktor des Instituts für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln, sprach Dr. Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank a.D. und Mitglied der Ludwig-Erhard-Stiftung, zum Thema „Geldpolitik im Spannungsfeld von Politik und Stabilität“. Professor Dr. h.c. mult. Roland Koch, Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung und Professor Michael Krause, Ph.D., Direktor des Instituts für Wirtschaftspolitik an [...]

    Veröffentlicht: 21. Dezember 2022Von:
  • Am 25. und 26. August 2022 fand in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen das Kolloquium "Rheinischer Kapitalismus und Soziale Marktwirtschaft" in Bonn statt. Im Zentrum der Veranstaltung standen vor allem auch die Entwicklung der Wirtschaftspolitik im 1946 gegründeten Land Nordrhein-Westfalen, die Herausforderung des multiplen Strukturwandels an Rhein und Ruhr sowie die bedeutenden wirtschaftspolitischen Aufgaben der Zukunft. Nachfolgend dokumentieren wir die Begrüßung von Dr. Mark Speich, Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales [...]

    Veröffentlicht: 7. Dezember 2022Von:
  • Am 25. und 26. August 2022 fand in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen das Kolloquium "Rheinischer Kapitalismus und Soziale Marktwirtschaft" in Bonn statt. Im Zentrum der Veranstaltung standen vor allem auch die Entwicklung der Wirtschaftspolitik im 1946 gegründeten Land Nordrhein-Westfalen, die Herausforderung des multiplen Strukturwandels an Rhein und Ruhr sowie die bedeutenden wirtschaftspolitischen Aufgaben der Zukunft. Nachfolgend dokumentieren wir den Impuls von Marcus M. Lübbering, Geschäftsführer der Ludwig-Erhard-Stiftung. Meine sehr verehrten [...]

    Veröffentlicht: 7. Dezember 2022Von:
  • Am 25. und 26. August 2022 fand in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen das Kolloquium "Rheinischer Kapitalismus und Soziale Marktwirtschaft" in Bonn statt. Im Zentrum der Veranstaltung standen vor allem auch die Entwicklung der Wirtschaftspolitik im 1946 gegründeten Land Nordrhein-Westfalen, die Herausforderung des multiplen Strukturwandels an Rhein und Ruhr sowie die bedeutenden wirtschaftspolitischen Aufgaben der Zukunft. Nachfolgend dokumentieren wir die Dinner Speech von Prof. Dr. h.c. mult. Roland Koch, Vorsitzender der [...]

    Veröffentlicht: 7. Dezember 2022Von:
  • Am 25. und 26. August 2022 hat in Bonn das Kolloquium „Rheinischer Kapitalismus und Soziale Marktwirtschaft“ stattgefunden. Die Veranstaltung war eine Kooperation von Ludwig-Erhard-Stiftung und der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen. Im Zentrum des Kolloquiums standen vor allem auch die Entwicklung der Wirtschaftspolitik im 1946 gegründeten Land Nordrhein-Westfalen, die Herausforderung des multiplen Strukturwandels an Rhein und Ruhr sowie die bedeutenden wirtschaftspolitischen Aufgaben der Zukunft. Das Programm der zweitägigen Veranstaltung finden hier: >>zum Programm. Ausgewählte Beiträge: [...]

    Veröffentlicht: 7. Dezember 2022Von:
  • Die Ludwig-Erhard-Stiftung nahm den 125. Geburtstag ihres Stifters zum Anlass, um mit renommierten Vertretern aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, und Journalismus über den aktuellen Stand und die Zukunft liberaler Gesellschaftsordnungen zu diskutieren. „Liberalismus unter Druck – Soziale Marktwirtschaft noch aktuell?“ – so lautete das Motto, unter dem die Ludwig-Erhard-Stiftung einlud, um am 3. und 4. November in einem Tagungshotel südlich von München den Stand und die Zukunft der ordoliberalen Idee in Forschung, Praxis, und nicht [...]

    Veröffentlicht: 5. Dezember 2022Von:
  • Besprochen wird: Thomas Mayer, Das Inflationsgespenst: Eine Weltgeschichte von Geld und Wert. Ecowin Verlag bei Benevento Publishing Salzburg – München, 2022, 400 Seiten. Wenn Thomas Mayer ein Buch über die Weltgeschichte von Geld und Wert vorlegt, sollte man hellhörig werden. Denn der 1954 geborene Ökonom war in seinem Berufsleben stets dort zuhause, wo über Geld und Wert entschieden wird. Seine Laufbahn führt an die Orte, an denen Geldgeschichte geschrieben wird. Ob beim Internationalen Währungsfonds [...]

    Veröffentlicht: 9. November 2022Von:
  • NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und der Vorsitzende der Ludwig-Erhard-Stiftung, Ministerpräsident a.D. Roland Koch, eröffneten am Donnerstag, dem 6. Oktober 2022 in der nordrhein-westfälischen Landesvertretung eine Fotoausstellung über Ludwig Erhard. Anlässlich des 125. Geburtstages von Ludwig Erhard hat die Ludwig-Erhard-Stiftung in Kooperation mit der Landeszentrale für Politische Bildung Nordrhein-Westfalen diese Ausstellung organisiert. Wüst wies darauf hin, dass Ludwig Erhard als Wirtschaftsminister und Bundeskanzler die Geschichte der Bundesrepublik ganz maßgeblich mitgestaltet hat. Das Motto „Wohlstand für Alle“ des Vaters des sogenannten deutschen [...]

    Veröffentlicht: 11. Oktober 2022Von:
  •  125. Geburtsjahr ihres Stifters legt die Ludwig-Erhard-Stiftung das nun sechste Heft ihrer Reihe „Wohlstand für Alle“ unter dem Titel „Marktwirtschaft kann Krise besser“ vor. „Theorie und Empirie zeigen, dass sich Krisen mit marktwirtschaftlichen Instrumenten besser bewältigen lassen als mit Dirigismus“, so der Vorsitzende der Ludwig-Erhard-Stiftung, Roland Koch. „Nicht zuletzt die mutige Einführung der Marktwirtschaft in Deutschland durch Ludwig Erhard 1948 und der folgende wirtschaftliche Aufschwung sind eindrucksvolles Beispiel. In diesem Sinne hat die Ludwig-Erhard-Stiftung [...]

    Veröffentlicht: 18. September 2022Von:
  • Am 25. Juli 2022 ist Dr. Isabel Mühlfenzl, Ehrenmitglied der Ludwig-Erhard-Stiftung sowie der Jury des Ludwig-Erhard-Preises für Wirtschaftspublizistik, im Alter von 94 Jahren verstorben. Die Ludwig-Erhard-Stiftung trauert um eine große Wirtschaftsjournalistin, die sich mit klarem Sachverstand, persönlicher Überzeugung und Verbindlichkeit für Marktwirtschaft, Freiheit und Verantwortung eingesetzt hat. Vor wenigen Tagen, am 25. Juli 2022, ist Dr. Isabel Mühlfenzl im Alter von 94 Jahren verstorben. Das ist für die Ludwig-Erhard-Stiftung und mich im Amt des [...]

    Veröffentlicht: 29. Juli 2022Von:
  • Vor wenigen Monaten hat Dietrich Schönwitz, Rektor der Hochschule der Deutschen Bundesbank i.R., an dieser Stelle konstatiert, dass sich die Europäische Zentralbank im Schlepptau der Fiskalpolitiken befinde. Hat sich das durch die jüngsten Beschlüsse des EZB-Rates zur Erhöhung der Zinsen geändert? Nachfolgend analysiert der Autor, dass eine Fortführung der Schlepptausituation und fiskalpolitische Motive bei geldpolitischen Entscheidungen auch weiterhin nicht ausgeschlossen sind. Mit Beschluss vom 21.Juli 2022 hat die Europäische Zentralbank (EZB) – nachdem zuvor [...]

    Veröffentlicht: 28. Juli 2022Von:
  • Dietrich Schönwitz, Rektor der Hochschule der Deutschen Bundesbank i.R., bringt erneut eine „zweidimensionale Lohnpolitik“ in die Diskussion: Die Tarifvertragsparteien verständigen sich dabei für die kommende Periode auf eine vorsichtige Lohnpolitik, die nur zumindest den Produktivitätsfortschritt berücksichtigt. Hintergrund ist die Erkenntnis, dass sonst das Ziel der Reallohnsicherung wegen der Zweitrunden-Effekte verfehlt wird. Der Autor führt an, dass eine solche konfliktreduzierende Lohnpolitik ganz der Idee Ludwig Erhards von einer „Formierten Gesellschaft“ entspricht. Die Europäische Zentralbank kann [...]

    Veröffentlicht: 2. Juni 2022Von:
  • Eine der wichtigsten Aufgaben der Wirtschafts- und Sozialpolitik sollte es sein, möglichst viele Menschen zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zu motivieren. Doch die Regierung setzt ein falsches Zeichen. Die Soziale Marktwirtschaft war in den vergangenen sieben Jahrzehnten das Fundament der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in der Bundesrepublik. Kern einer jeden Marktwirtschaft sind die Marktpreise, über die Knappheiten angezeigt und überwunden werden. Nun gibt es in Deutschland keine freie, sondern eine Soziale Marktwirtschaft, in der aus guten Gründen [...]

    Veröffentlicht: 30. Mai 2022Von:
  • Wirtschaftliche Abhängigkeit von Autokratien soll man beenden, sagt Roland Koch. Der Staat soll sich aber nicht anmaßen, der Wirtschaft den Weg vorzuschreiben. Eine Antwort auf Staatssekretärin Franziska Brantner. Staatssekretärin Franziska Brantner hat sich an dieser Stelle (Anmerkung: FAZ) am 11. Mai über die neuen Aufgaben der Wirtschaftspolitik mit dem Ziel der Unabhängigkeit von Autokratien geäußert. Der Artikel zeigt leider ein sehr staatsgläubiges Wirtschaftsverständnis, das uns nicht helfen wird, die Abhängigkeit von Autokratien ohne große [...]

    Veröffentlicht: 23. Mai 2022Von:
  • Vor Schaffung der Gemeinschaftswährung Euro waren die nationalen Zentralbanken einem stärkeren Wettbewerb um ihre internationale Reputation und den Wert ihrer Währungen ausgesetzt, konstatieren Bernhard Herz und David Stadelmann. Um einen solchen Wettbewerb stärker zu befördern, schlagen sie ein systematisches und institutionalisiertes Benchmarking zwischen Zentralbanken vor. Die Europäische Zentralbank solle erklären, weshalb die Inflationsrate in Ländern außerhalb der Europäischen Währungsunion geringer ist. Hohe Inflation ist in Deutschland angekommen. Sie dürfte uns länger erhalten bleiben. Viele [...]

    Veröffentlicht: 23. Mai 2022Von:
  • Regierungsdirektor Dr. Rupert Pritzl Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie Lehrbeauftragter an der FOM Hochschule, München In der Klima- und Energiepolitik passen Verlautbarungen führender Politiker und eingeschlagene politische Wege einerseits und die Verhältnisse in der Realität andererseits nicht zueinander, konstatiert Rupert Pritzl. Das Wunschdenken müsse zugunsten einer ehrlichen Diskussion ohne Denkverbote auf Basis von Tatsachen aufgegeben werden. „Leben wir in einer Zeit des Wunschdenkens?“ fragte kürzlich der Philosoph [...]

    Veröffentlicht: 19. Mai 2022Von:
  • Nur auf der Basis einer verstetigten Planungsgrundlage im Sinne einer nachhaltigen Finanzierung lässt sich die Wiedererlangung der Landes- und Bündnisverteidigungsfähigkeit der Bundeswehr und damit der Bundesrepublik Deutschland erreichen, meint Ministerialdirektor a.D. Dr. Paul Jansen. Im folgenden Beitrag zeichnet der Autor die Entwicklungen in der Verteidigungspolitik der letzten drei Jahrzehnte nach, die zur heutigen akuten Problematik geführt haben. In seiner Regierungserklärung vom 27. Februar 2022 als unmittelbare Reaktion auf den durch den russischen Präsidenten am [...]

    Veröffentlicht: 2. Mai 2022Von:
  • Felix Eigel Operatives Garantiemanagement, Daimler Truck AG Im Dezember 2021 hat die Ludwig-Erhard-Stiftung den Dr.-Herbert-B.-Schmidt-Preis für wissenschaftliche Arbeiten zur Sozialen Marktwirtschaft vergeben. Den 3. Preis hat die Jury Felix Eigel zugesprochen. Ausgezeichnet wurde seine Master Thesis zum Thema „The German Healthcare Insurance System – An Economic and Political Critique“. Der Autor fasst nachfolgend zentrale Überlegungen und Ergebnisse seiner Arbeit zusammen. Aktuell zahlen rund 88 Prozent der Deutschen in die gesetzliche [...]

    Veröffentlicht: 29. April 2022Von:
  • Dr. Dagmar Schulze Heuling Habilitandin an der Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt Der Begriff der Sozialen Marktwirtschaft ist unstreitig eng mit der Stadt Bonn als langjährigem Sitz der Bundesregierung verbunden. Doch die Vorstellung, dass mit dem Ort auch die Wirtschaftsordnung fixiert geblieben wäre, greift zu kurz. Dagmar Schulze Heuling zeichnet in einem zuerst 2017 erschienenen Beitrag Entscheidungen und Entwicklungen nach, die bei unverändertem Etikett das deutsche Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell der [...]

    Veröffentlicht: 18. Februar 2022Von:
  • Dietrich Schönwitz, Rektor der Hochschule der Deutschen Bundesbank i.R. und seit Dekaden Autor für die Ludwig-Erhard-Stiftung, widerspricht im folgenden Beitrag Darstellungen, in denen Ludwig Erhard „mangelnde Fachkenntnis“ attestiert wird. Stattdessen legt er Erhards „klare und durchdachte Vorstellungen von einer sozialen Ordnungspolitik“ dar, die jedoch nach Erhards Rücktritt 1966 politisch nicht mehr umgesetzt wurden. In einem Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung aus dem Jahr 1986 fällte Ernst Günter Vetter das Urteil „Erhard war sicher [...]

    Veröffentlicht: 13. Februar 2022Von:
  • Am 4. Februar wäre Ludwig Erhard 125 Jahre alt geworden. Sein Vermächtnis an uns ist die Erfolgsgeschichte der Sozialen Marktwirtschaft. Allein der enorme und langfristige Wohlstand und der soziale Frieden, die seine ordnungspolitische Konzeption unserem Land beschert haben, wären Grund genug, seinen Geburtstag zu feiern. Von manchen wird Erhard musealisiert, damit er nicht stört. Es genügt aber nicht, Büsten aufzustellen oder einen Saal im Wirtschaftsministerium nach Ludwig Erhard zu benennen. Es kommt darauf an, [...]

    Veröffentlicht: 9. Februar 2022Von:
  • Anlässlich des besonderen Datums – Ludwig Erhard wäre am 4. Februar 125 Jahre alt geworden – versammelten sich u. a. Familie, Vertreter der Gemeinde, der Landesregierung und auch Vertreter der von ihm gegründeten Stiftung zu einer Gedenkfeier an seinem Grab. Die stellvertretende Vorsitzende der Ludwig-Erhard-Stiftung, Frau Prof. Dr. Godelieve Quisthoudt-Rowohl, hielt zu Erhards Gedenken folgende Rede: „Sehr geehrter  Herr Bürgermeister, sehr geehrte Frau Landtagspräsidentin, sehr verehrte Damen und Herren, in diesen Tagen wird sehr viel [...]

    Veröffentlicht: 8. Februar 2022Von:
  • Im Jahr 1996 wurde Dr. h. c. Hermann Rappe mit der Ludwig-Erhard-Medaille für Verdienste um die Soziale Marktwirtschaft ausgezeichnet. Anlässlich seines Todes am 30. Januar 2022 dokumentieren wir seine Ansprache, die er am 10. Dezember 1996 im Rahmen einer Feierstunde gehalten hat: „Nach zwei so großartigen Reden ist es ein schwieriges Unterfangen, ein paar vernünftige Dankesworte zu formulieren. Zunächst aber ganz formell und herzlich meinen Dank an den Vorstand der Ludwig-Erhard-Stiftung für diese Medaille [...]

    Veröffentlicht: 4. Februar 2022Von:
  • Der Markt braucht den Staat, der Regeln schafft, um Wettbewerb zu ermöglichen, der die Ordnung vorgibt und nicht das Ergebnis. Ein Beitrag aus Schweizer Perspektive. Soziale Marktwirtschaft – das ist ein wohlklingender Begriff, der zu einem inhaltsleeren Allgemeinplatz zu verkommen droht. Denn heute wird die Soziale Marktwirtschaft als Kompromissformel aufgefasst: Marktwirtschaft wird geduldet, um Staatseinnahmen zu generieren und damit das vermeintlich an sich unsoziale Marktergebnis zu korrigieren. Diese Sicht ist allerdings ziemlich verkürzt. Natürlich [...]

    Veröffentlicht: 20. Januar 2022Von:
  • Warum beabsichtigt die Europäische Zentralbank, weiterhin eine expansive Geldpolitik zu betreiben, während die US-Federal Reserve und die Bank of England auf einen restriktiven Kurs schwenken, um die inzwischen offensichtliche Inflation einzudämmen? Die Antwort ist in der hohen Staatsverschuldung der vor allem im südlichen Raum gelegenen Euroländer zu suchen, meint Dietrich Schönwitz. Regelwidrig würde die EZB dem Ziel Sicherung günstiger staatlicher Finanzierungsbedingungen“ Priorität vor dem Ziel „Preisniveaustabilität“ einräumen. Mit dem Festhalten an der Nullzinspolitik vollzieht die [...]

    Veröffentlicht: 23. Dezember 2021Von:
  • Der Schutz des Klimas wird – nach dem Überwinden der Corona-Krise – als große globale Herausforderung wieder stärker in den Fokus rücken. Rupert Pritzl und Fritz Söllner verdeutlichen in zehn Thesen, wie eine nachhaltige Klimapolitik aussehen muss, wenn sie dem Anspruch genügen soll, sowohl ökologisch effektiv als auch ökonomisch effizient zu sein. [Hinweis: Die im Text zitierten Quellen finden sich vollständig am Ende des Beitrags.] (1) Der Klimawandel ist ein globaler externer Effekt, der [...]

    Veröffentlicht: 5. Dezember 2021Von:
  • Ein Kurswechsel in der von der EZB betriebenen Geldpolitik ist dringend nötig, meint Dietrich Schönwitz. Er warnt davor, Preisniveaustabilität vor dem Hintergrund fiskalpolitisch motivierter Einflüsse und Begehrlichkeiten zu relativieren. Oberziel Preisniveaustabilität nicht infrage stellen In der letzten Dekade war die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) durchgängig expansiv ausgerichtet, um vor allem durch Staatsanleihekäufe im Euroraum deflationären Tendenzen und damit einer Spirale aus fallenden Preisen und sinkendem wirtschaftlichem Wachstum entgegenzuwirken. [...]

    Veröffentlicht: 15. November 2021Von:
  • Es wäre grotesk, wenn die Politik mit dem Geld der Steuerzahler einspringen müsste, um Risiken für das Finanzsystem zu begrenzen, meinen Otmar Issing und Klaus Masuch. Ein neues Gesetz erlaubt es deutschen Investmentfonds, massiv in sogenannte „Kryptowährungen“ wie Bitcoin anzulegen. Diese Initiative muss – milde ausgedrückt – aus mehreren Gründen  überraschen. Obgleich es inzwischen eine große Zahl von Kryptowährungen mit ganz unterschiedlichen Charakteristika gibt, konzentrieren sich die folgenden Ausführungen auf Bitcoin mit dem nach [...]

    Veröffentlicht: 13. Oktober 2021Von:
  • Droht eine Inflation wie beispielsweise in den 1970er Jahren? Die Meinungen darüber gehen deutlich auseinander. Dietrich Schönwitz, Rektor der Hochschule der Deutschen Bundesbank i.R., gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Debatte. Geldwertstabilität ist in ordnungspolitischer Sicht erstens konstituierendes Element der marktwirtschaftlichen Ordnung. Sie ist darüber hinaus zweitens wesentlicher Beitrag des Sozialen in der Sozialen Marktwirtschaft, indem sie Voraussetzung marktwirtschaftlicher Effizienz und damit sozialpolitischer Gestaltungsmöglichkeiten ist, aber auch die Grundlage für Selbstvorsorge gemäß [...]

    Veröffentlicht: 12. Oktober 2021Von:
  • „Unter den jetzigen Mitgliedern der Ludwig-Erhard-Stiftung bin ich wohl diejenige, die Ludwig Erhard am längsten gekannt hat. Das erste Gespräch – von ungezählten Sendungen in Rundfunk und Fernsehen – führte ich mit ihm für den Nordwestdeutschen Rundfunk unmittelbar nach seinem Amtsantritt als Direktor der Verwaltung für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebiets.“, schrieb Julia Dingwort-Nusseck im Jahr 2012 in unserer Zeitschrift „Orientierungen zur Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik“, als wir die Mitglieder der Ludwig-Erhard-Stiftung nach persönlichen Erfahrungen mit [...]

    Veröffentlicht: 6. Oktober 2021Von:
  • Marktwirtschaft entspreche nicht dem heutigen Zeitgeist, und dem sei nur schwer entgegenzuwirken, so Bruno S. Frey. Er schlägt vor, statt genereller Lobpreisung der Marktwirtschaft ihre Vorzüge an konkreten Beispielen aufzuzeigen. Ein großer Teil der Öffentlichkeit, insbesondere die junge Generation, ist von den Gedanken des Klimawandels, des Rassismus und der Diversität fasziniert. Hingegen zeigt eine informelle  Umfrage unter Studierenden, dass sie kaum eine Ahnung haben, was Marktwirtschaft ist. Ludwig Erhard sagt ihnen nichts. Auch wenn [...]

    Veröffentlicht: 5. Oktober 2021Von:
  • Der Corona-Schock sei aus ökonomischer Sicht vergleichsweise gut verdaulich, so Gabriel Felbermayr und Stefan Kooths. Nachhaltiger als die pandemiebedingten Schäden würden jedoch politikbestimmte Defekte den Wohlstand bedrohen. Während der Zeit der Corona-Pandemie wurde wirtschaftliche Aktivität massiv unterbrochen, die Produktionsstrukturen wurden dadurch im Wesentlichen aber nicht infrage gestellt. Der Wirtschaftspolitik kommt in einer solchen Situation die Aufgabe zu, die marktfähigen Unternehmen über die Durststrecke des Stillstands zu bringen. Je besser das gelingt, desto leichter fällt der  [...]

    Veröffentlicht: 28. September 2021Von:
  • Prof. Dr. Fritz Söllner Technische Universität Ilmenau, Fachgebiet Finanzwissenschaft Regierungsdirektor Dr. Rupert Pritzl Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie Lehrbeauftragter an der FOM Hochschule, München Das Thema Klimawandel mobilisiert offensichtlich insbesondere junge Erwachsene, die Partei Die Grünen zu wählen. Klimapolitik ist zu einem Sammelbecken grundlegender Gesellschafts- und Kapitalismuskritik geworden, bei der die zentralen Charakteristika des Denkens und Handelns der Partei besonders deutlich werden. Diese sind mit [...]

    Veröffentlicht: 27. August 2021Von:
  • Während der Präsident der US-Notenbank ins Kalkül zieht, dass die Inflationsrate höher und beharrlicher sein könnte als erwartet, hält die EZB auch mit ihrer neuen geldpolitischen Strategie am expansiven Kurs fest. Das könnte zum Problem für die ordnungspolitisch so wichtige Stabilität des Geldwertes werden, meint Dietrich Schönwitz. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich mit ihrer neuen geldpolitischen Strategie mehr Flexibilität bei der Verfolgung ihres Primärzieles Preisstabilität verschafft. Angesichts von Preissteigerungstendenzen und reichlicher Liquiditätsversorgung im [...]

    Veröffentlicht: 8. August 2021Von:
  • Die Vorteile der Marktwirtschaft aufzuzeigen sowie Mut zu machen, die Chancen der Marktwirtschaft zu nutzen und mit Optimismus den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen – das ist das Anliegen der Ludwig-Erhard-Stiftung mit dem fünften Heft aus ihrer Reihe „Wohlstand für Alle“, diesmal unter dem Titel „Vorteil Marktwirtschaft“. Nicht erst seit der Corona-Pandemie scheinen viele Bürgerinnen und Bürger die Fürsorge des Staates mit Regeln und Verboten, mit staatlicher Finanzierung und Umverteilung attraktiv zu finden. „Doch [...]

    Veröffentlicht: 18. Juli 2021Von:
  • Nachfolgend dokumentieren wir ein im Mitgliedermagazin des Bundesverbandes Deutscher Volks- und Betriebswirte (bdvb aktuell Nr. 153) veröffentlichtes Gespräch zwischen Willi Rugen, dem Präsidenten des Bundesverbandes, und Roland Koch, dem Vorsitzenden der Ludwig-Erhard-Stiftung. „Nichts kann Güterknappheit besser beheben als die Marktwirtschaft.“ Der bdvb steht für eine ökonomisch orientierte, verantwortungsbewusste Gesellschaft. Für nachhaltige Entwicklung und qualitatives Wachstum, für die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Die Ludwig-Erhard-Stiftung setzt sich für freiheitliche Grundsätze in [...]

    Veröffentlicht: 16. Juli 2021Von:
  • In den USA hat sich zwischen Demokraten und Republikanern eine polarisierende Kontroverse um die wirtschaftspolitische Wiederbelebung nach der Pandemie und zukunftsfähige Gestaltung der amerikanischen Wirtschaft entwickelt. Die beiden Ökonomen und Politikberater Paul Krugman und Larry Summers vertreten ebenfalls unterschiedliche Standpunkte. Ihre Debatte kann auch auf die Geld- und Wirtschaftspolitik der Europäischen Union ausstrahlen. Nach den Jahren der Präsidentschaft von Donald Trump ist die spaltende Kontroverse um die künftige wirtschaftspolitische Ausrichtung der USA nicht überraschend. [...]

    Veröffentlicht: 13. Juli 2021Von:
  • Im Jahr 1996 wurde Prof. Dr. Juergen B. Donges mit dem Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik ausgezeichnet. Anlässlich seines Todes am 25. Juni 2021 dokumentieren wir die Rede, die Juergen B. Donges, damals Professor für Wirtschaftliche Staatswissenschaften an der Universität zu Köln, bei der Preisverleihung gehalten hat. Wenn in der wirtschaftspolitischen Debatte davon die Rede ist, dass die private Investitionstätigkeit hierzulande wieder viel kraftvoller werden muss, damit die Arbeitslosigkeit deutlich sinken kann und die Grundlagen des [...]

    Veröffentlicht: 5. Juli 2021Von:
  • Am 1. Juli 2021 sprach Dr. Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank, vor Mitgliedern der Ludwig-Erhard-Stiftung und Mitgliedern des Freundeskreises der Ludwig-Erhard-Stiftung zum Thema „Geldpolitik und die Rolle der Notenbanken – ein Ausblick“. Durch die einstündige virtuelle Veranstaltung führte der stellvertretende Vorsitzende der Ludwig-Erhard-Stiftung Dr. Joachim Seeler. Die Dokumentation des Vortrags von Jens Weidmann auf der Website der Deutschen Bundesbank finden Sie hier. Einen Pressebericht zur Veranstaltung in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung online finden Sie hier.

    Veröffentlicht: 2. Juli 2021Von:
  • Der stellvertretende Vorsitzende der Ludwig-Erhard-Stiftung Prof. Dr. Ulrich Blum beschreibt in zehn Punkten das Konzept der Sozialen Marktwirtschaft nach Ludwig Erhard. 1) Freiheit Freiheit ist oberstes Ziel und unteilbar! Freiheit, Wohlstand für alle und Wohlstand durch Wettbewerb sind eine Einheit. Ludwig Erhard betonte stets die enge Verbindung zwischen wirtschaftlicher und politischer Freiheit. Dies kommt auch in seinem späteren Wettbewerbsleitbild zum Tragen. Eine Wettbewerbswirtschaft ist demzufolge ein Element zur Ergänzung [...]

    Veröffentlicht: 23. Juni 2021Von:
  • Junge Leute, die von den Alten in die Pflicht genommen werden, ihre Renten zu bezahlen, ihre Schulden abzutragen und für ihre Europapolitik finanziell einzustehen, während sie gleichzeitig Familien gründen und sich Vermögen erarbeiten wollen und dazu noch für ihr eigenes Alter vorsorgen müssen, haben bei uns keine Lobby. In den USA weiß jedes Kind, dass die politischen Ansichten der obersten Richter einen großen Einfluss auf die Ausrichtung der Regierungspolitik haben. Deshalb kämpfen dort die [...]

    Veröffentlicht: 21. Mai 2021Von:
  • Anlässlich der Gründung des Deutschen Reichs vor 150 Jahren warnte Frank-Walter Steinmeier Anfang des Jahres vor antidemokratischen Tendenzen. Der Anblick von Reichskriegsflaggen auf den Stufen des Reichstagsgebäudes sowie die Bilder von der Erstürmung des US-Kapitols sollten uns, so der Bundespräsident, vor Selbstgewissheit schützen. Gefahren für die Demokratie resultieren jedoch auch aus den strukturellen Mängeln im politischen System selbst. Diesen Fokus greift Jörn Kruse, Emeritus an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, auf. Die Allmacht der Parteien, sachfremde [...]

    Veröffentlicht: 17. Mai 2021Von:
  • Die ehemaligen Kanzlerkandidaten von Union und SPD, Edmund Stoiber und Peer Steinbrück, schlagen Alarm. Sie fürchten „massive gesellschaftliche Verwerfungen“ durch die Schuldenpolitik und fordern gemeinsam mit anderen Autoren, unter anderem dem Vorsitzenden der Ludwig-Erhard-Stiftung Roland Koch und der stellvertretenden Vorsitzenden Linda Teuteberg, dringend eine zukunftsfähige Finanz- und Geldpolitik für Deutschland und Europa. Erwartungen an eine zukunftsfähige Finanz- und Geldpolitik in Deutschland und Europa Die jahrelange und auch in Zeiten [...]

    Veröffentlicht: 13. Mai 2021Von:
  • Prof. em. Dr. Erich Weede Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Soziologie Dieser Beitrag ist eine makroskopische Analyse der letzten tausend Jahre chinesischer Wirtschaftsgeschichte. Der Aufstieg Chinas in den letzten vierzig Jahren kann mit der zunehmenden Duldung von Privatbesitz an Produktionskapital, Knappheitspreisen und unternehmerischer Freiheit, aber auch mit der Ausbeutung der Vorteile der Rückständigkeit erklärt werden bzw. damit, dass China von der früheren und größeren Freiheit im Westen profitiert hat. Chinas Steigerung der [...]

    Veröffentlicht: 26. April 2021Von:
  • Eigenwilligkeit, Durchsetzungsvermögen, Prinzipientreue – das dürfte wohl vielen durch den Kopf gehen, wenn sie nach Charaktereigenschaften von Dr. Herbert B. Schmidt gefragt werden. Wenn man auf die formale Zugehörigkeit von Dr. Schmidt zur Ludwig-Erhard-Stiftung abzielt, geben die Protokolle der Mitgliederversammlungen präzise Auskunft: Dr. Schmidt wurde am 6. Oktober 1981 einstimmig von der Jahreshauptversammlung als offizielles Mitglied der Stiftung aufgenommen, seit November 2017 ist er Ehrenmitglied der Stiftung. Inoffiziell geben andere Quellen Auskunft. Im Archiv [...]

    Veröffentlicht: 23. April 2021Von:
  • Prof. Dr. Fritz Söllner Technische Universität Ilmenau, Fachgebiet Finanzwissenschaft Regierungsdirektor Dr. Rupert Pritzl Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie Lehrbeauftragter an der FOM Hochschule, München In der deutschen Klima- und Energiepolitik lassen sich alle vier der von Hermann Lübbe genannten Merkmale des politischen Moralismus wiederfinden: die Identifikation des moralischen Verfalls als Problemursache; die Argumentation ad hominem; die Selbstermächtigung zum Regelverstoß; moralische Appelle und Symbolpolitik als Versuche [...]

    Veröffentlicht: 22. April 2021Von:
  • Sebastian van Kann Masterstudent im Studiengang Volkswirtschaftslehre an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Im Dezember 2021 hat die Ludwig-Erhard-Stiftung den Dr.-Herbert-B.-Schmidt-Preis für wissenschaftliche Arbeiten zur Sozialen Marktwirtschaft vergeben. Den 1. Preis hat die Jury Sebastian van Kann zugesprochen. Ausgezeichnet wurde seine Bachelor Thesis zum Thema "To whom does Temperature really matter? – A Study on Uncertainty in the Climate-Economy Literature". Der Autor fasst nachfolgend zentrale Überlegungen und Ergebnisse seiner Arbeit zusammen. Die [...]

    Veröffentlicht: 21. April 2021Von:
  • Die EU hat bis anhin keine Verschuldungs- oder Besteuerungskompetenz. Schon länger wird aber darüber diskutiert, ob eine europäische Fiskalpolitik den am stärksten von einer Krise betroffenen Mitgliedstaaten Unterstützung gewähren soll. Am 26. März 2021 hat der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichtes (BVerfG) in einem Hängebeschluss dem Bundespräsidenten die Ausfertigung des Eigenmittelbeschluss-Ratifizierungsgesetzes (ERatG) vorläufig untersagt. Was technisch klingt, ist ein Verfahren von potenziell grosser Tragweite. Denn es geht um nicht weniger als eine zentrale Weichenstellung in der [...]

    Veröffentlicht: 9. April 2021Von:
  • „Eine deutsche Geschichte als Geschichte der Freiheit: Ist das nicht abwegig?“ fragt Gerd Habermann am Anfang seines Buches. Nein, kann man nach Lektüre des Buches antworten. Denn Habermann gelingt es, eine Geschichtslinie der Deutschen zu zeigen „als Träger einer reichen politischen Kultur der Freiheit, des Universalismus, einer fast unglaublichen Vielfalt politischer Institutionen und dazu einer reichhaltigen Freiheitsliteratur“. Die inzwischen bei Historikern beliebte kontrafaktische Methode fragt: Wie wäre die weitere Geschichte verlaufen, wenn es ein [...]

    Veröffentlicht: 29. Januar 2021Von:
  • Kaum hat der Markt seine Leistungsfähigkeit bewiesen, kommt die Forderung, den Impfstoff zum „öffentlichen Gut“ zu erklären. Für Vertreter aus dem linken Spektrum hat die Pandemie den Beweis geliefert: Der Markt hat versagt. Weder standen zu Beginn auch nur annähernd genug Atemschutzmasken zur Verfügung noch ist rechtzeitig die ausreichende Versorgung mit Impfstoff gesichert. Diese Position stellt die Dinge in geradezu grotesker Weise auf den Kopf. Vorsorge für den Fall des Ausbruchs einer Pandemie, vor [...]

    Veröffentlicht: 26. Januar 2021Von:
  • Die aus den USA stammende „Modern Monetary Theory“ findet als sogenannte Kopernikanische Wende der Geldpolitik zunehmend mehr Anhänger. Mit ihrer Kritik an der Trennung von Geldpolitik und Fiskalpolitik und damit an der Unabhängigkeit der Notenbanken erweist sie sich jedoch als ordnungspolitischer Irrweg. Im zweiten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts stehen die politischen Entscheidungsträger national und international erstens mit der Bewältigung der wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen, die die Corona-Pandemie hinterlässt, zweitens mit der Bekämpfung des Klimawandels sowie [...]

    Veröffentlicht: 14. Januar 2021Von:
  • Wir dokumentieren ein Redaktionsgespräch der „Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen“ mit Roland Koch, dem Vorsitzenden der Ludwig-Erhard-Stiftung, das Anfang Januar 2021 als digitaler Sonderdruck erschienen ist. Haben wir in Deutschland – und anderswo – das Problem, dass Politik von Menschen gemacht wird, die ein wenig zu alt sind, um die Herausforderungen von heute zu verstehen und nicht nahe genug bei den Menschen sind? Das ist mir als Analyse zu pauschal. Ich glaube, dass es [...]

    Veröffentlicht: 13. Januar 2021Von:
  • Prof. Dr. Richard Reichel FOM Hochschule, Essen, und Geschäftsführer des Forschungsinstituts für Genossenschaftswesen an der Universität Erlangen-Nürnberg Die Soziallehre der Kirche steht in enger Verbindung zur Wirtschaftsordnung der Sozialen Marktwirtschaft. Allerdings haben sich die Gewichte zwischen Marktwirtschaft und Staatsinterventionen im Laufe der Zeit immer wieder verschoben. Päpstliche Sozialenzykliken sind seit dem Ende des 19. Jahrhunderts Hauptquelle für die katholische Soziallehre und als solche für die Entwicklung einer sozialethischen und wirtschaftsordnungstheoretischen [...]

    Veröffentlicht: 11. Januar 2021Von:
  • Dr. Paul Jansen Ministerialdirektor a. D. Im Rahmen einer „Pflegereform 2021“ will der Bundesminister für Gesundheit Jens Spahn noch in dieser Legislaturperiode grundlegende Änderungen im Bereich Pflege auf den Weg bringen. Vorgesehen sind dabei sowohl deutlich verbesserte Pflegeleistungen als auch eine veränderte Finanzierung. Die Vorstellungen bedeuten einen Bruch mit bisherigen Grundsätzen der sozialen Pflegeversicherung. Die vorgesehenen Maßnahmen des Bundesgesundheitsministers im Rahmen der „Pflegereform 2021“ ebnen den „Weg für Vollkasko in [...]

    Veröffentlicht: 18. Dezember 2020Von:
  • Deutschland und die EU wollen bis 2050 Treibhausgasneutralität erreichen. In vielen Ländern setzt man auf Kernkraft als „Klimaretter“. Das Umweltbundesamt hat in verschiedenen Studien gezeigt, dass dieses Ziel auch ohne Atomkraft erreichbar ist, so Karsten Krause. Das Übereinkommen von Paris aus dem Jahr 2015 sieht vor, die Erderwärmung auf unter zwei Grad und besser noch auf unter 1,5 Grad zu begrenzen. Zu den Zielen des Abkommens gehört außerdem, dass in der zweiten Hälfte dieses [...]

    Veröffentlicht: 11. Dezember 2020Von:
  • Am 1. Dezember 2020 ist Prof. Dr. Christian Watrin, langjähriges Mitglied der Ludwig-Erhard-Stiftung, verstorben. Von 1978 bis 2014 war er Mitglied im Vorstand der Stiftung. 2016 wurde ihm wegen seiner „besonderen Verdienste als langjähriges Mitglied im Vorstand der Stiftung und seines nachhaltigen Einsatzes für die wissenschaftliche Vermittlung der Ordnungspolitik“ die Ehrenmitgliedschaft der Ludwig-Erhard-Stiftung verliehen. Wir dokumentieren die Ansprache, die sein Sohn Prof. Dr. Christoph Watrin, anlässlich der Verleihung am 8. Dezember 2016 im Hotel [...]

    Veröffentlicht: 10. Dezember 2020Von:
  • Am 1. Dezember 2020 ist Prof. Dr. Christian Watrin, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender und Ehrenmitglied der Ludwig-Erhard-Stiftung, im Alter von 90 Jahren verstorben. Die Ludwig-Erhard-Stiftung trauert um einen großen Mitstreiter bei der Verteidigung der Erhard’schen Prinzipien von Freiheit und Verantwortung in Wirtschaft und Gesellschaft. Es erfüllt mich mit Trauer und Ehrgefühl zugleich, kurz nach Beginn meiner Amtszeit im Vorsitz der Ludwig-Erhard-Stiftung Abschied nehmen zu müssen von Professor Dr. Christian Watrin. Professor Watrin war seit 1976 [...]

    Veröffentlicht: 10. Dezember 2020Von:
  • Will die europäische Klimapolitik zur Eindämmung des globalen Klimawandels beitragen, so muss sie erstens als Vorbild bei der Emissionsreduktion wirken und sich zweitens um ein weltweit koordiniertes Vorgehen bemühen, so Christoph M. Schmidt. Im Jahr 2019 erlebten Deutschland und die Europäische Union (EU) eine intensive Debatte über eine Neuorientierung der Klimapolitik, ausgelöst nicht zuletzt durch die in vielen Ländern vorgebrachten Proteste junger Menschen. Vor diesem Hintergrund hat der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung [...]

    Veröffentlicht: 5. Dezember 2020Von:
  • Prof. Dr. Georg Milbradt Fakultät Wirtschaftswissenschaft, TU Dresden / Ministerpräsident a.D. und Mitglied der Ludwig-Erhard-Stiftung Die deutsche Energiepolitik hat keine Vorbildfunktion für andere Länder. Wegen vieler unabgestimmter Einzelmaßnahmen und der fehlenden europäischen Einbindung ist sie unwirksam und zu teuer. Ihre selbstgesetzten Klimaziele hat sie nicht erreicht. Um die Ziele effizient und volkswirtschaftlich tragbar zu erreichen, ist eine konsequente Rückbesinnung auf marktwirtschaftliche Instrumente wie eine allgemeine Zertifikate-Lösung unvermeidlich. Deutschland betreibt seit [...]

    Veröffentlicht: 25. November 2020Von:
  • Wie bewältigt man die aus der Bekämpfung der Corona-Pandemie folgende Wirtschaftskrise? Welche Schlüsse sind daraus für eine Klimakrise zu ziehen? Die Antwort hat der Vorsitzende der Ludwig-Erhard-Stiftung Roland Tichy bereits im Juni 2020 nach dem ersten Lockdown gegeben: Der Weg kann nur die Förderung des Wettbewerbs sein. Ein Land steht monatelang weitgehend still – und läuft nur langsam wieder an. Die Innenstädte leer, die betriebsamen Flughäfen verwaist, die Autobahnen staufrei – eine seltsame Erfahrung. [...]

    Veröffentlicht: 23. November 2020Von:
  • Niko Paech befasst sich mit der Frage, wie sich trotz Begrenzung des Konsums zur Schonung der Umwelt ein Maximum an Freiheiten erreichen lässt. Er stellt ein fünfstufiges Programm der Selbstbegrenzung vor. Alle seit Jahrzehnten unternommenen Versuche, wachsenden Konsum-, Mobilitäts- und Digitalisierungswohlstand mittels technischer Innovationen von Umweltschäden zu entkoppeln, sind gescheitert. Es findet sich kein ökologisch relevantes Handlungsfeld, in dem die Summe bekannter und neuer Schadensaktivitäten nicht permanent zugenommen hätte. Vermeintliche Entlastungserfolge, die oft betont [...]

    Veröffentlicht: 19. November 2020Von:
  • Nach Hardy Bouillon hat es den Anschein, als ob die Umweltbewegung – zumindest in der Klimafrage – Anzeichen einer Sektenbildung zeigte. Mithilfe der Wissenschaftstheorie illustriert er, warum das so ist. Wie definiert man Sekten? In der Regel verweist man auf dreierlei: erstens auf die Abspaltung, mit der sich Sektierer von jener Gruppe samt Anschauung trennen, der sie sich früher zurechneten, zweitens auf die Dogmatisierung der eigenen Anschauung und drittens auf Max Weber, der meinte, [...]

    Veröffentlicht: 16. November 2020Von:
  • Viele Klimaschutzmaßnahmen sind langfristig angelegt und durch politischen Weitblick geprägt, so Werner J. Patzelt. Doch es falle auch manch Panikartiges auf, vor allem ausgelöst durch die Bewegung „Fridays for Future“. Wer nach „Panik“ googelt, der erfährt: Sie ist die „durch eine plötzliche echte oder vermeintliche Gefahr hervorgerufene, übermächtige Angst, die zu unüberlegten Reaktionen führt“. Politik hingegen sollte – so einst Max Weber – „ein starkes langsames Bohren von harten Brettern“ sein, betrieben „mit Leidenschaft [...]

    Veröffentlicht: 12. November 2020Von:
  • Prof. em. Dr. Alfred Schüller Philipps-Universität Marburg, Ordnungstheorie und Wirtschaftspolitik Ludwig Erhard legte in seiner Öffentlichkeitsarbeit Wert darauf, dem Alltagsgeschehen konkret, anschaulich, unbestechlich und verständlich auf den Grund zu gehen, so Alfred Schüller. Erhards zahlreiche Beiträge zur Pathologie und Therapie der deutschen, europäischen und weltwirtschaftlichen Entwicklung seien mit ihrem ordnungspolitischen Gehalt wie für heute geschrieben, wo politisches Wollen und wirtschaftliches Können in unlösbare Widersprüche geraten. I. [...]

    Veröffentlicht: 3. November 2020Von:
  • Die Enzyklika "Fratelli tutti" von Papst Franziskus ist "keine ernstzunehmende Basis für sozialethische Diskurse", meinen Frank Schäffler und Clemens Schneider. Das päpstliche Schreiben pflege stattdessen Stereotype und bediene den Zeitgeist. Papst Franziskus bleibt sich in seiner jüngsten Enzyklika treu. Der Liberalismus stehe im Dienst der Mächtigen, ebne Spekulantentum den Weg und opfere die Schwachen seinem Effizienzparadigma. Sein „radikaler Individualismus ist das am schwersten zu besiegende Virus“. Sobald es um Liberalismus oder Marktwirtschaft geht, bewegt [...]

    Veröffentlicht: 19. Oktober 2020Von:
  • Am 14. Oktober 2020 stellte die Bundestagsabgeordnete Linda Teuteberg, Mitglied der Ludwig-Erhard-Stiftung, im Berliner Atrium der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die Neuauflage von Ludwig Erhards Klassiker „Wohlstand für Alle“ vor. „Wohlstand für Alle“ ist am 28. September 2020 im Econ Verlag erschienen – im Wortlaut der 8. Auflage von 1964, der letzten von Ludwig Erhard autorisierten Fassung, und mit Original-Schutzumschlag. Lars P. Feld, Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und Mitglied der Ludwig-Erhard-Stiftung, [...]

    Veröffentlicht: 16. Oktober 2020Von:
  • Am 14. Oktober 2020 stellte die Bundestagsabgeordnete Linda Teuteberg, Mitglied der Ludwig-Erhard-Stiftung, im Berliner Atrium der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die Neuauflage von Ludwig Erhards Klassiker „Wohlstand für Alle“ vor. Wir dokumentieren nachfolgend ihre Rede. Sehr geehrte Damen und Herren, herzlich willkommen und vielen Dank an Herrn Professor Blum für die Einführung. Wenn nicht schon die Tatsache, dass Playmobil eine Ludwig-Erhard-Figur mit dem Buch „Wohlstand für Alle“ produziert hat, in einer Marktwirtschaft Beweis genug wäre [...]

    Veröffentlicht: 16. Oktober 2020Von:
  • Am 2. September 2020 veranstaltete die Ludwig-Erhard-Stiftung gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin ein Kolloquium zum Thema „Monetäre Staatsfinanzierung und die Folgen vom Ersten Weltkrieg bis zur Corona-Krise“. Die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Ludwig-Erhard-Stiftung veranstalten seit 2017 ein jährliches Kolloquium zu einem wichtigen Aspekt der Wirtschaftsordnung in Deutschland. Die Intention dabei ist, jenseits des inflationären Gebrauchs des Begriffes der „Sozialen Marktwirtschaft“ in Sonntagsreden lieber die Inhalte dieses Ordnungsmodells wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein zu bringen [...]

    Veröffentlicht: 15. Oktober 2020Von:
  • Ein Recht auf Arbeit ist eine Verlockung, die mit der Würde des Menschen nicht zu vereinbaren ist, meint Roland Tichy. Zum Glück sei ein solches Recht wegen der Unfinanzierbarkeit sozialistischer Ideen eine Utopie. „Kümmere du, Staat, dich nicht um meine Angelegenheiten, sondern gib mir so viel Freiheit und lass mir von dem Ertrag meiner Arbeit so viel, dass ich meine Existenz, mein Schicksal und dasjenige meiner Familie selbst zu gestalten in der Lage bin.“ [...]

    Veröffentlicht: 12. Oktober 2020Von:
  • Die Debatte um den Klimawandel gleicht einem Spektakel auf offener Bühne. Die Klimaschutzpolitik sollte sich am wissenschaftlichen Erkenntnisstand orientieren – und ihr Augenmerk zugleich auf Vermeidung und Anpassung richten, meint Hans von Storch. Manch einer stößt sich an der Klimapolitik, die vorgibt, im Einklang mit den Regierungen der Welt mit großen Schritten auf die Klimaneutralität zuzuschreiten, an den panischen Tönen der Weltuntergangssirenen und an den sich stetig verschärfenden Szenarien der Umweltorganisationen. Frei nach Christian [...]

    Veröffentlicht: 2. Oktober 2020Von:
  • Theoretische Klimasimulationen seien nicht in der Lage, die natürlichen Anteile des Klimawandels korrekt zu berücksichtigen, meint der vielfach angefeindete Sebastian Lüning. Er plädiert für mehr Klimarealismus und warnt vor einer „politisch motivierten Dramatisierung“ des Klimawandels. Die Temperatur der Erde hat sich in den letzten 150 Jahren um knapp ein Grad erhöht. Der Anteil menschengemachter und natürlicher Klimafaktoren an der Erwärmung ist dabei unklar. In seinem 5. Klimazustandsbericht von 2013 ließ sich der IPCC (Intergovernmental [...]

    Veröffentlicht: 2. Oktober 2020Von:
  • Der CO2-Emissionshandel bewahrt uns vor Bevormundung und schränkt unsere Freiheit nicht mehr ein, als es nötig ist, um erfolgreiche Klimaschutzpolitik betreiben zu können. Man sollte sich auf die Marktwirtschaft verlassen, meint Joachim Weimann. In diesen Tagen ist viel von Verzicht die Rede. Um unser Klima zu retten, unseren Planeten zu bewahren, um nachhaltig zu werden, sei Verzicht unverzichtbar. Die Verantwortung dafür, dass tatsächlich Verzicht geübt wird, liegt nach überwiegender Auffassung bei jedem Einzelnen, aber [...]

    Veröffentlicht: 30. September 2020Von:
  • Der Wiederaufbaufonds und die Kurzarbeiterhilfe in der Europäischen Union zur Bewältigung der Corona-Krise umfassen 850 Milliarden Euro. Nur wenn diese Hilfen mit einem europäischen Mehrwert verbunden sind und ihnen ein marktwirtschaftlicher Ordnungsrahmen zugrunde liegt, wird die Förderung nicht verpuffen. Mit Dauer-Subventionen und vergemeinschafteten Sozialsystemen wird die Europäische Union scheitern. Die Erwartungen an die derzeitige deutsche EU-Ratspräsidentschaft steigen mit dem Andauern der Corona-Krise. Was Rumänien, Kroatien und Finnland in ihren vorausgegangenen Ratspräsidentschaften mit Blick auf [...]

    Veröffentlicht: 25. September 2020Von:
  • In Simulationen ergeben sich negative Beschäftigungseffekte der EU-Klimapolitik bei ansonsten gleicher Technologie. Anders sähe es aus, wenn die klimapolitischen Eingriffe einen Technologieschub auslösen würden, so Hilmar Schneider. Mit dem „Green Deal“ hat sich die Europäische Kommission viel vorgenommen. Das Ziel, in der Europäischen Union (EU) bis zum Jahr 2050 Klimaneutralität zu erreichen, ist zweifellos aller Ehren wert. Erreicht werden soll dies mithilfe dreier Instrumente: erstens mit einer Verordnung über ein Klimaschutzgesetz; zweitens mit einer [...]

    Veröffentlicht: 22. September 2020Von:
  • Aktivisten wollen den Kapitalismus überwinden, um Umwelt und Klima zu retten. Das ist schon einmal versucht worden: in der DDR. Hubertus Knabe beschreibt die Folgen des Sozialismus, die für Mensch und Umwelt verheerend waren. Seit dem Untergang der DDR hat sich der Zustand der Umwelt im Beitrittsgebiet stark verbessert: Die Staubbelastung ist zwischen 1990 und 2017 um 81,8 Prozent zurückgegangen; bei Schwefeldioxid betrug der Rückgang 94,3 Prozent. Der Ausstoß von Kohlenmonoxid ging um 77,5 [...]

    Veröffentlicht: 17. September 2020Von:
  • Unternehmen reagieren auf Signale von Politik und Konsumenten. Für effektiven Klimaschutz müssen die innovativen Fähigkeiten der Unternehmen lediglich in die richtige Richtung gelenkt werden, meinen Andreas Freytag und Matthias Menter. Wesentliche Akteure der sogenannten Klimabewegung haben bis heute nicht verstanden, dass die Unternehmen ihre natürlichen Verbündeten sind. Ganz im Gegenteil: Sie sehen in der privaten Wirtschaft ihre Gegner im Kampf um ein gutes Klima. Erst kürzlich verkündete Klimaaktivistin Luisa Neubauer, eine der Hauptprotagonisten des [...]

    Veröffentlicht: 15. September 2020Von:
  • Beim heutigen Autogipfel im Kanzleramt soll über weitere „Hilfen“ für die Autoindustrie gesprochen werden. Interventionismus und Subventionierung auf Kosten des Steuerzahlers werden damit fortgesetzt. Von Ludwig Erhards marktwirtschaftlichem Geist bleibt in der deutschen Wirtschaftspolitik nicht mehr als ein Denkmal. Am Anfang seiner Amtszeit hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ein paar Bilder von Ludwig Erhard im Wirtschaftsministerium aufgehängt und einen Saal nach ihm benannt. Es sollte nach Aufbruch ausschauen – mehr Marktwirtschaft und Wohlstand für alle [...]

    Veröffentlicht: 8. September 2020Von:
  • Folgt die Europäische Zentralbank dem beabsichtigten Strategiewechsel der US-Notenbank, so werden die 2020er Jahre das Jahrzehnt der Null-, sogar Negativzinsen bleiben – mit allen Risiken und negativen Auswirkungen, die mit der bereits erfolgten faktischen Abschaffung des Zinses als Risikoprämie verbunden sind. Seit den 1980er Jahren haben die Notenbanken der Welt die Bekämpfung der Inflation in den Mittelpunkt ihrer geldpolitischen Strategie gestellt. Als Inflationsziel formulierten viele Zentralbanken eine Prozentzahl von um oder maximal 2 Prozent. [...]

    Veröffentlicht: 4. September 2020Von:
  • Die US-Notenbank will ihre geldpolitische Strategie ändern: Die Ziele Preisstabilität und Vollbeschäftigung werden neu definiert. Die Europäische Zentralbank sollte dem nicht folgen, denn der beabsichtigte Strategiewechsel sei in mehrfacher Hinsicht problematisch, so Dietrich Schönwitz. Angesichts geänderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen mit Preissteigerungsraten unter zwei Prozent und niedrigen, teilweise sogar negativen Zinssätzen haben sowohl die US-Federal Reserve Bank (Fed) als auch die Europäische Zentralbank (EZB) eine Überprüfung ihrer geldpolitischen Strategie angekündigt. Während die Überlegungen bei der EZB [...]

    Veröffentlicht: 4. September 2020Von:
  • In der Umweltschutzdebatte herrscht die Meinung vor, man schütze die Umwelt, indem man sie weniger zerstört. Michael Braungart fordert ein Umdenken: Wir müssen die Menschen als Chance für den Planeten begreifen, nicht als Belastung. Seit 40 Jahren wird in Deutschland intensiv über Umweltschutz diskutiert. Hierbei herrscht die Meinung vor, dass man die Umwelt schützt, wenn man sie weniger zerstört: Fahr weniger Auto! Reduziere den Wasser- und Energieverbrauch! Reduziere die Müllmenge! Minimiere den ökologischen Fußabdruck! [...]

    Veröffentlicht: 28. August 2020Von:
  • Intelligentes Ressourcenmanagement hat in der Umweltpolitik oberste Priorität, so Janez Potočnik. Die entscheidende Aufgabe der Europäischen Union besteht darin, die Entkopplung des Wirtschaftswachstums vom Ressourcenverbrauch voranzutreiben. Ludwig Erhard verstand vielleicht besser als jeder andere, dass ein verlässlicher ordnungspolitischer Rahmen im Sinn der Sozialen Marktwirtschaft der Schlüssel zur Bewahrung von Freiheit und Wohlstand für alle ist. Erhard und seine Zeitgenossen mussten den Übergang in eine Friedenswirtschaft bewältigen. Für unsere Generation und unsere Zeit besteht die [...]

    Veröffentlicht: 26. August 2020Von:
  • Ulrich Blum vertritt die These, dass durch die Einbeziehung biologischer Systeme als sogenannte „Senken“ zur Bindung von Klimagasen dem ländlichen Raum Deutschlands bei entsprechender Vergütung die Chancen zu nachhaltiger Entwicklung zurückgegeben würden. Durch die Energiewende wurde Deutschland von der Bundesregierung ein Feldversuch auferlegt mit dem Ziel, eine nachhaltige Industriegesellschaft zu entwickeln. Ökonomen analysieren diesen Prozess mit großem Interesse und kritisieren zunehmend die Fehlanreize und die damit einhergehenden negativen Allokationswirkungen. Kosten in Milliardenhöhe haben nur [...]

    Veröffentlicht: 21. August 2020Von:
  • Weg mit nationalen Steuer-Alleingängen! Deutschland sollte seinen gleichzeitigen Vorsitz in der Europäischen Kommission und im Rat der EU in der zweiten Jahreshälfte nutzen und einen EU-weiten Emissionshandel durchsetzen, fordert Matthias Warneke. Immer wieder versucht die Politik, mit Steuern das Umweltverhalten der Bürger zu beeinflussen. Und immer wieder scheitert sie damit – eine ernüchternde Erkenntnis, zumal bessere Instrumente als Umweltsteuern existieren. Ein Paradebeispiel für das verfehlte Politikprinzip „Steuern mit Steuern“ ist der Verkehrssektor. Die Kfz-Steuer [...]

    Veröffentlicht: 19. August 2020Von:
  • Wie lässt sich der Fortschritt mit der Bewahrung der Schöpfung vereinbaren? Dieser Frage geht Wolfgang Ockenfels nach. Sozialer Verantwortungsethik entspricht dabei die Abwägungsregel: Sind die Folgen technischer Innovationen besser oder schlimmer als die Folgen ihrer Unterlassung? Anfang der 1970er-Jahre, als der Club of Rome auf die „Grenzen des Wachstums“ aufmerksam machte, meldeten sich verstärkt auch christliche und sogar päpstliche Stimmen, welche die mit der Industrialisierung verbundene Ausbeutung und Schädigung der Natur beklagten. Ein Thema, [...]

    Veröffentlicht: 17. August 2020Von:
  • Europa habe immer wieder bewiesen, dass es in der Lage ist, weltweit Standards zu definieren und durchzusetzen, meint Nicolaus Heinen und fragt: Warum nicht auch im wichtigen Bereich nachhaltiger Investments? Anlageziele, die nicht allein die klassischen Kriterien einer Investition wie Rendite, Sicherheit oder Verfügbarkeit, sondern auch die der Nachhaltigkeit zu erfüllen suchen, scheinen zur aktuellen Lage nicht zu passen. Doch dieser Eindruck trügt. Auch wenn das Thema Nachhaltigkeit in der medialen Berichterstattung zuletzt in [...]

    Veröffentlicht: 14. August 2020Von:
  • In Deutschland liegt die Stromerzeugung im Fokus der Klimapolitik: Milliarden von Euro werden in die Förderung der erneuerbaren Energien gepumpt – ohne klimapolitische Wirkung. Justus Haucap fordert deshalb eine fundamentale Reform. Deutschland will ein international leuchtendes Vorbild in der Klimapolitik sein. Bei vielen Menschen in Deutschland genießt Klimaschutz einen hohen Stellenwert, wie etwa die Popularität der „Fridays for Future“-Bewegung zeigt. Auch das Gros der Ökonomen hält Klimaschutz prinzipiell für ein lohnendes Projekt. Selbst wenn [...]

    Veröffentlicht: 13. August 2020Von:
  • Die spinnen, die Brexit-Briten – oder doch nicht? Philip Plickert meint, mit der neuen umweltorientierten Agrarpolitik und der weniger subventionsgetriebenen Energiewende agiere Großbritannien klug. Andere könnten davon einiges lernen; Großbritannien als Politiklabor für Europa. In den Jahren seit dem Brexit-Referendum ist Spott über Großbritannien für viele zum Volkssport geworden. „Die spinnen, die Briten“, hieß es in Anlehnung an die Asterix-Geschichten oft. Das Gezerre um den EU-Austritt schien das Land zu lähmen; es gab viele [...]

    Veröffentlicht: 11. August 2020Von:
  • Die Corona-Krise zeigt, was erreicht werden kann, wenn öffentliche Hand und die Zivilgesellschaften an einem Strang ziehen, so Gregor Kirchhof. Die EU sollte in einem Neuanfang versuchen, die Kraft der Zivilgesellschaften auch für den Klimaschutz zu aktivieren. Die Corona-Krise bewirkt eine historische Zäsur. Die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen sind dramatisch; tiefe Narben werden bleiben. Die Einschränkungen des alltäglichen Lebens belasten jeden, wenn wochenlang Schulen, Kirchen, Restaurants und Läden geschlossen sind, wenn Konzerte und Sportveranstaltungen [...]

    Veröffentlicht: 7. August 2020Von:
  • Horst Opaschowski stellt fest, dass die heutige Jugend in Sachen Umweltverhalten um keinen Deut besser ist als ihre Eltern und Großeltern – eher schlechter. Groß ist die Kluft zwischen Moral und Verhalten. In unsicheren Zeiten werden Arbeit und Einkommen wichtiger als Klima und Umwelt. Auf den ersten Blick spricht alles für eine ökologische Zeitenwende: Tausende von Jugendlichen demonstrieren regelmäßig im Zuge der „Fridays for Future“-Bewegung für eine wirksame Klimapolitik. Sie haben inzwischen viel bewegt [...]

    Veröffentlicht: 5. August 2020Von:
  • Der Klimawandel wird zur Bewährungsprobe für die offene Gesellschaft, so Ralf Fücks. Er fordert eine ökologische Ordnungspolitik, die ambitionierte Ziele mit Innovationsoffenheit und Lernfähigkeit verbindet – und einen verlässlichen Orientierungsrahmen, der auf zu enge Vorgaben verzichtet. Die Corona-Pandemie hat den Klimawandel aus den Schlagzeilen verdrängt. Er wird sich zurückmelden. Nicht nur, weil sich die Anzeichen verdichten, dass die Erderwärmung rascher abläuft, als es die Klimawissenschaftler in ihren Modellen simuliert haben. Auch aus den Köpfen [...]

    Veröffentlicht: 3. August 2020Von:
  • Im Sinne der Generationengerechtigkeit besteht die Pflicht, zukünftigen Generationen Wohlstand und ein Leben in einer intakten Umwelt zu ermöglichen, so Michael Hüther. Die Kapitalmärkte haben das bereits verstanden. Das erste große deutsche Umweltschutzprogramm orientierte sich noch maßgeblich an einer ordnungspolitisch verankerten Grundlinie. Im Kabinett von Willy Brandt begriff man 1970 Umweltverschmutzung als Marktversagen im neoklassischen Sinn und versuchte, dem Problem über das nachgelagerte Internalisieren der externen Effekte beizukommen. Um den „blauen Himmel über der [...]

    Veröffentlicht: 31. Juli 2020Von:
  • Am Anfang war das Geld. Oder genauer: fehlendes Geld. Wo es etwas zu verteilen gibt, liegt Streit nahe – so auch beim 750 Milliarden schweren Wiederaufbauprogramm „Next Generation EU“. 390 Milliarden Euro sollen als verlorene Zuschüsse, 360 Milliarden Euro als Kredite den Mitgliedstaaten zufließen. Einer der Hauptbegünstigten ist Italien, das 81 Milliarden Euro als leistungslosen Transfer und 127 Milliarden Euro als rückzahlbaren Kredit bekommen soll. Bei einer erwarteten Schuldenquote von 159 Prozent des Bruttoinlandsprodukts [...]

    Veröffentlicht: 31. Juli 2020Von:
  • Ist die Pandemie eine einzigartige Krise mit Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft oder legt sie längst vorhandene Fehlentwicklungen nur offen und verschärft sie? Hans-Werner Sinn legt ein Buch vor, das weit über die aktuelle Krise hinausweist: „Der Corona-Schock – Wie die Wirtschaft überlebt“. Zyniker, und die allermeisten Politiker in hoher Funktion gehören zu dieser Gruppe, finden die durch Corona verursachte Krise gar nicht so schlimm: Die Pandemie ist die beste Ausrede; sie verdeckt Fehlentwicklungen, [...]

    Veröffentlicht: 30. Juli 2020Von:
  • Der Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, wirtschaftliche Chancen und soziale Teilhabe gehören zusammen. Das Konzept der Sozialen Marktwirtschaft ist nach Ursula Heinen-Esser offen genug, unvermeidliche Zielkonflikte in Einklang zu bringen. Die Soziale Marktwirtschaft setzt seit Jahrzehnten den Ordnungsrahmen für eine erfolgreiche Wirtschaft, in der die Kräfte verantwortlich handeln können. Gepaart mit dem Ziel der Bewahrung der Schöpfung – Kern unseres politischen Auftrags –, ist es vor allem in den 1970er- bis 1990er-Jahren gelungen, mithilfe von [...]

    Veröffentlicht: 28. Juli 2020Von:
  • Absehbar wird das BIP als Folge der Corona-Pandemie spürbar sinken. Der Weg in eine europäische Transferunion ist seit dem letzten EU-Gipfel vorgezeichnet. Doch die Stimmung in der Bevölkerung spiegelt diese Lage nicht wider. Die Illusionsblase vom angeblich reichen Deutschland dürfte schon sehr bald platzen, so Oswald Metzger, stellvertretender Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung. Zum Wochenauftakt störte der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) Eric Schweizer die sommerliche Leichtgläubigkeit der Deutschen mit dem Zitat: „Die Stimmung [...]

    Veröffentlicht: 24. Juli 2020Von:
  • Die Klimaaktivisten hätten angesichts des Shutdowns im Zuge der Corona-Pandemie jubeln müssen, meint Frank Schäffler, doch es sei still um sie geworden. Der Shutdown zeige exemplarisch, welchen Preis ihre radikalen Zielvorstellungen haben würden. In den Tagen der Corona-Pandemie kommen einem die Beschlüsse zum Klimanotstand des EU-Parlaments sowie vieler Stadt- und Gemeinderäte aus dem Jahr 2019 surreal vor. Ohne die Klimaveränderungen und ihre Wirkung auf Mensch und Natur unterschätzen zu wollen: Der Corona-Shutdown hat gezeigt, [...]

    Veröffentlicht: 22. Juli 2020Von:
  • Ernst Ulrich von Weizsäcker plädiert für eine auf lange Zeiträume angelegte, regelgebundene Verteuerung der Klimaschädigung, etwa eine Treibhausgas-Steuer. So ist eine Synergie zwischen Klimaschutz und Kapitalismus möglich. Die Umweltpolitik nahm ihren ernsthaften Anfang in den 1960er-Jahren. Schon im Dezember 1952 erlebte London die Smog-Katastrophe mit Sichtweiten von weniger als einem Meter und Tausenden von Todesopfern. Die Hauptursache war das Verbrennen billiger, schwefelhaltiger Braunkohle in den Heizöfen der Wohnungen. Es dauerte vier Jahre, bis der [...]

    Veröffentlicht: 17. Juli 2020Von:
  • Ist die Behebung eines Klimanotstands ein sinnvolles Ziel? Nein, meint Berthold Barth. Sinnvoll sei ein Ziel nur, wenn das Erreichen möglich und überprüfbar ist. Die Fehler des „magischen Vierecks“ sollten nicht wiederholt werden. Seit 2011 ist im Grundgesetz eine Schuldenbremse verankert. In Artikel 109 ist festgelegt, dass „die Haushalte von Bund und Ländern […] grundsätzlich ohne Einnahmen aus Krediten auszugleichen“ sind. „Bund und Länder können […] eine Ausnahmeregelung für Naturkatastrophen oder außergewöhnliche Notsituationen, die [...]

    Veröffentlicht: 16. Juli 2020Von:
  • Der abgetakelte Sozialismus wurde in der Klimaideologie zum schicken Ökosozialismus aufgehübscht, stellt Klaus-Rüdiger Mai fest. Wieder gehe es gegen die Freiheit des Bürgers – und damit um einen Konflikt grundsätzlicher Natur. Nicht selten in der Geschichte verwandelten Juristen Unrecht in Recht, schufen Voraussetzungen, dem Unrecht Gesetzeskraft zu verleihen. Jedem, der die Bürgerrechte und die Werte der Aufklärung für unverzichtbar hält, jagt die totalitäre Kasuistik, wie sie in dem berüchtigten Aufsatz „Der Führer schützt das [...]

    Veröffentlicht: 13. Juli 2020Von:
  • Wenn Klimaaktivisten an wissenschaftlich verkündete „Wahrheiten“ glauben oder eine höhere Moral für sich in Anspruch nehmen, sollte die Politik skeptisch sein, findet Hans Jörg Hennecke – und plädiert für Vernunft. In der Corona-Krise trat ein britischer Virologe mit einem Selbstverständnis auf, wie ich es schon einmal aus dem Mund eines zahlenverliebten Demografen vernommen hatte: „Wir bringen die Wahrheit zur Macht.“ Eine ähnliche Vorstellung haben wohl die Aktivisten von „Fridays for Future“ im Kopf, wenn [...]

    Veröffentlicht: 10. Juli 2020Von:
  • Diskursversagen durch Moralkonfusion – so lautet der Befund von Ingo Pies zu den aktuellen umweltpolitischen Debatten. Insofern sei es kein Zufall, dass sich Teile der Umweltbewegung radikalisieren. Dabei müsse man die Marktwirtschaft jetzt ökologisch in den Dienst nehmen. Das moralische Anliegen, die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit auch für zukünftige Generationen zu erhalten, ist so unstrittig, dass sich niemand ernsthaft dagegen ausspricht. Öffentlicher Streit entsteht erst, wenn man den Weg festlegen will, der zu einer [...]

    Veröffentlicht: 6. Juli 2020Von:
  • Warum konnten die Klimawandel-Angsteinpeitscher so viele Leute fesseln? Dieser Frage geht Roger Köppel nach. Vielleicht auch deshalb, weil nichts erhebender ist als das Gefühl, einen Weltuntergang gemeinsam abzuwenden. Die Aufmerksamkeit gewinnt, wer die Ängste der Leute beherrscht, wer sie nutzt und kontrolliert – wer sie anstachelt und bedient. Was vor einigen Jahren die Migration war, wurde später das Klima als Folge menschlicher Wohlstandssünden. Historiker werden erforschen müssen, wie es möglich war, dass sich ausgerechnet [...]

    Veröffentlicht: 3. Juli 2020Von:
  • Klimapolitik, die natürliche Lebensgrundlagen schützt, ist nach dem Grundgesetz Pflicht. Was konkret zu tun ist, ist verfassungsrechtlich aber nicht vorgegeben, sondern muss politisch ausgehandelt und entschieden werden, so Dietrich Murswiek. Nach Artikel 20a des Grundgesetzes sind alle Staatsorgane verpflichtet, die natürlichen Lebensgrundlagen auch in Verantwortung für die künftigen Generationen zu schützen. Die staatliche Pflicht zum Umweltschutz besteht unabhängig davon, wodurch die Umweltgüter gefährdet werden. Wenn es also zutrifft, dass die Emission von CO2 und anderen [...]

    Veröffentlicht: 30. Juni 2020Von:
  • Boris Palmer warnt vor negativen Effekten, wenn der Ausrufung eines Klimanotstands keine Taten folgen. Deshalb hat sich Tübingen gegen die Ausrufung des Notstands und für ein ehrgeiziges Klimaschutzprogramm entschieden. Was ein Notstand ist, erlebten wir alle ziemlich unvorbereitet am eigenen Leib, als es im Zuge des Corona-Shutdowns plötzlich verboten war, Freunde und Verwandte zu besuchen, eine Unternehmung zu betreiben oder ins Theater zu gehen. Von einem wirklichen Notstand haben aber immer noch nur die [...]

    Veröffentlicht: 26. Juni 2020Von:
  • Klimapolitik rechtfertigt nicht die Aufgabe der Freiheitsrechte zugunsten eines Obrigkeitsstaats. Hans-Jürgen Papier mahnt, dass auch ein effektiveres Vorgehen gegen die Erderwärmung nur mit den Mitteln des Rechtsstaats zulässig ist. Die Gesellschaft ist in den letzten Jahrzehnten bunter geworden. In einer pluralistischen Gesellschaft, die nicht mehr durch Homogenität der Traditionen, Religion, Wertvorstellungen und Kultur sowie Ethnie zusammengehalten wird, können nur die Verfassung und das Recht für die notwendige Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt sorgen. Der [...]

    Veröffentlicht: 24. Juni 2020Von:
  • Demokratie baut auf Debatten um eine angemessene Politik. Alternativlosigkeit wäre das Ende von Politik, und „alternativlos“ nur ein anderes Wort für die Formel „Ende der Debatte!“. Der Vorstand der Ludwig-Erhard-Stiftung plädiert daher für mehr Mut im Meinungsstreit. Die Soziale Marktwirtschaft ist unsere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, „deren tiefer Sinn darin liegt, das Prinzip der Freiheit auf dem Markt mit dem des sozialen Ausgleichs und der sittlichen Verantwortung jedes Einzelnen dem Ganzen gegenüber zu verbinden“ (Ludwig [...]

    Veröffentlicht: 17. Juni 2020Von:
  • Für manche stellen Klimaschutz und Marktwirtschaft unversöhnliche Ziele dar; andere argumentieren, dass die Ziele der Umwelt- und Klimaschutzpolitik am besten in einer marktwirtschaftlichen Ordnung erreichbar sind. Die Ludwig-Erhard-Stiftung veröffentlicht hierzu ein weiteres Heft aus ihrer Reihe „Wohlstand für Alle“. Klimaschutz und Marktwirtschaft – ein spannungsreiches Themenfeld, das die Gesellschaft auch nach Überwindung der Corona-Pandemie und deren Verwerfungen begleiten und fordern wird. Dies gilt umso mehr, da zahlreiche klimapolitische Argumente und Zielsetzungen mittlerweile mit den [...]

    Veröffentlicht: 17. Juni 2020Von:
  • Vieles verändert sich durch die Corona-Pandemie. Doch die marktwirtschaftliche Ordnung und die internationale Arbeitsteilung werden auch in Zukunft die wesentlichen Werttreiber für unsere Volkswirtschaft bleiben. Während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ab 1. Juli 2020 werden die Weichen für die Zukunft Europas gestellt werden. Corona verändert nicht nur unseren Alltag, sei es im Beruf oder in der Familie. Das kleine Virus hat auch ungeahnte Wirkung auf die Finanzpolitik und die Kapitalmärkte. Nie zuvor wurde weltweit mit [...]

    Veröffentlicht: 9. Juni 2020Von:
  • Marktwirtschaft und Globalisierung bringen Wohlstand. Der Fehler der Globalisierungskritiker besteht darin, dass sie Wirtschaftswachstum nur quantitativ betrachten und nicht qualitativ. Nicht „immer mehr“ ist das Ziel, sondern „immer besser“. Globalisierungskritik ist populär. Und gerade jetzt in der Corona-Krise erhält sie neuen Zulauf. Moralisch kann man sich leicht über schlechte Arbeitsbedingungen in Bangladesch oder Indien empören; und sich über die Schweinehälften oder Südfrüchte echauffieren, die Tausende von Kilometern transportiert werden. Subtiler ist es, wenn die [...]

    Veröffentlicht: 5. Juni 2020Von:
  • Die „Deutsch-französische Initiative zur wirtschaftlichen Erholung Europas nach der Corona-Krise“ sei der Preis für den Verzicht auf Corona-Bonds mit gesamtschuldnerischer Haftung, meint Dirk Meyer. Es sei ein sehr hoher Preis, denn die Kreditrückzahlung dürfte mangels Finanzkraft der Nehmerstaaten bei den soliden Mitgliedstaaten hängenbleiben, und das heißt, vor allem bei Deutschland. Es wird teuer werden. Und uns auf Jahrzehnte belasten. Das vor allem steht fest, noch bevor alle Details festgezurrt sind. Das Kernelement der „Deutsch-französischen [...]

    Veröffentlicht: 3. Juni 2020Von:
  • Prof. Dr. Werner Plumpe Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main Seit dem 19. Jahrhundert wurden Krisen zu einer Begleiterscheinung des wirtschaftlichen Wachstums, doch erst im Laufe des 20. Jahrhunderts setzte sich die Vorstellung durch, dass der Staat mit seinen Möglichkeiten Krisen bekämpfen solle. Während es mithilfe der staatlichen Krisenpolitik gelang, die sozialen Folgen von Wirtschaftskrisen abzumildern, ist jedoch der langfristige ökonomische Effekt dieser [...]

    Veröffentlicht: 29. Mai 2020Von:
  • Nachdem das deutsche Bundesverfassungsgericht der Europäischen Zentralbank und dem Europäischen Gerichtshof die Überschreitung ihrer Kompetenzen vorgeworfen hat, prüft EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nun ein Verfahren wegen Vertragsverletzung gegen Deutschland. Der Streit legt bloß, dass die Europäische Währungsunion auf einem wackligen ökonomischen Fundament und diffusem Rechtsverständnis steht. Vor Beginn der Währungsunion gab es eine intensive Diskussion zwischen den Vertretern der sogenannten „Krönungstheorie“, die eine Währungsunion nur nach Schaffung der dafür notwendigen Voraussetzungen eingehen wollten, [...]

    Veröffentlicht: 27. Mai 2020Von:
  • Prof. Dr. Roland Vaubel Emeritierter Professor für Volkwirtschaftslehre, Universität Mannheim Nachfolgend dokumentieren wir die Kurzfassung eines Vortrags von Prof. Dr. Roland Vaubel, den er anlässlich der Verleihung der Hayek-Medaille 2019 in Wien gehalten hat. Die Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft hat ihm die Medaille für seine Verdienste auf dem Gebiet der liberalen politischen Ökonomie verliehen. Betrachtet man die Theorien zur Rechtfertigung der Freiheit, so sind zwei Ansätze zu unterscheiden: der wissensbasierte [...]

    Veröffentlicht: 20. Mai 2020Von:
  • Die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Wirtschaft und Gesellschaft sind gravierend. Doch die Krise ist auch eine Chance, in Deutschland für mehr Aufgeschlossenheit gegenüber der Digitalisierung zu sorgen, meint Staatsministerin Dorothee Bär. Notwendig sei vor allem eine leistungsfähige digitale Infrastruktur. „Never let a good crisis go to waste“ – diese Aussage wird dem damaligen britischen Premier Winston Churchill zugeschrieben, die er Mitte der 1940er Jahre im Zusammenhang mit den Verhandlungen zu einer Nachkriegsordnung getätigt haben [...]

    Veröffentlicht: 18. Mai 2020Von:
  • Einmal mehr möchte sich mancher im aktuellen Politikbetrieb des positiven Images der „Wirtschaftswunderjahre“ bedienen: In der Debatte um die absehbaren desaströsen wirtschaftlichen Folgen durch Corona fallen Begriffe wie „Marshallplan“ oder „Lastenausgleich“. Ob aus Bequemlichkeit, Kalkül oder Unwissenheit mit den positiv belegten Begriffen aus den Anfangsjahren der Bundesrepublik hantiert wird, sei dahingestellt. Insbesondere der Lastenausgleich scheint manche Phantasie zu beflügeln Mit den Überlegungen zur Währungsreform im Deutschland der Nachkriegszeit wurde fast zeitgleich über einen Ausgleich [...]

    Veröffentlicht: 12. Mai 2020Von:
  • Das am 5. Mai 2020 ergangene Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu Staatsanleihenkäufen der Europäischen Zentralbank ist im europäischen Gefüge wegweisend. Ordnungspolitisch kann es jedoch nicht zufriedenstellen. Gegenstand des Urteils war eine Beschwerde gegen das Ankaufsprogramm von Staatsanleihen „Public Sector Purchase Programme (PSPP)“, das mit Beschluss des EZB-Rats vom 4. März 2015 in einer Zeit mit sehr niedriger Preissteigerungsrate von 0,2 Prozent im Euroraum aufgelegt wurde. Mit diesem Programm werden seitdem Staatsanleihen und ähnliche Schuldtitel auf [...]

    Veröffentlicht: 11. Mai 2020Von:
  • Der Versuch, den Begriff des Neoliberalismus zum „Laisser-faire-Kapitalismus“ zu deformieren, zeugt von erschreckender Unkenntnis über die Idee und die Intention der Freiburger Schule, meinen Ulrich Blum und Werner Gleißner. Ein Staat wird stark und robust, wenn er einen wettbewerblichen Ordnungsrahmen setzt, in dem private Akteure die Leistungsfähigkeit schaffen. Im ntv-Beitrag „Märkte und Staat in Corona-Krise: DIW sieht Sargnagel für Neoliberalismus“ wird Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftswachstum (DIW), wie folgt zitiert: „Ich würde [...]

    Veröffentlicht: 11. Mai 2020Von:
  • Dirk Meyer gehört zu den Kritikern des Euro der ersten Stunde. Er war 2010 an zwei Verfassungsklagen gegen die Griechenlandrettungspolitik und gegen den Europäischen Stabilisierungsfonds EFSF beteiligt und hat zahlreiche Beiträge zu diesem Themenkomplex veröffentlicht. Darauf basiert auch sein jüngstes Buch, in dem er einen weiten Bogen schlägt von den Anfängen der Gemeinschaftswährung bis hin zu den jüngsten Problemen insbesondere mit Italien. Im Gegensatz zu vielen anderen Kritikern belässt es Dirk Meyer aber nicht [...]

    Veröffentlicht: 7. Mai 2020Von:
  • Große Krisen verlangen nach großen politischen Antworten. Das 20. Jahrhundert kennt zwei unterschiedliche Antworten, die heute Vorbild für den Wiederaufbau nach der Corona-Krise sein könnten: Die Stützung der Wirtschaft nach dem Aktienmarkt-Crash von 1929 durch die US-Präsidenten Hoover und Roosevelt sowie die Einführung der Sozialen Marktwirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg durch Ludwig Erhard. Der Blick in die Geschichte zeigt, an wem man sich in den 2020er Jahren orientieren sollte. Herbert Hoover und Franklin D. [...]

    Veröffentlicht: 5. Mai 2020Von:
  • Welche Wege führen aus der erdrückenden Staatsverschuldung, die durch die pandemie-induzierte Wirtschaftskrise nun noch verstärkt wird? Sparen, Staatskonkurs oder Inflation, sagt Joachim Starbatty, und hält die dritte Alternative für die wahrscheinlichste. In den Monaten bis zur Wiedervereinigung ging vor 30 Jahren das Wort um: „Wir leben in einer Zeit, in der das Wort im Munde veraltet.“ Der DDR-Wirtschaft war von heute auf morgen der Stecker gezogen worden. Jede Prognose war veraltet, kaum dass sie [...]

    Veröffentlicht: 30. April 2020Von:
  • Der Etatismus hat Hochkonjunktur, obwohl die westlichen Staaten schlecht auf die Corona-Pandemie vorbereitet waren. Alte linke Forderungen stoßen auf noch mehr Gehör als sonst. Was haben Liberale und Kapitalisten dem etatistischen Reflex entgegenzusetzen? Im Zeichen der Eindämmungsmaßnahmen gegen die Covid-19-Pandemie hat nun weltweit die Stunde des Staates geschlagen. Etatistische Ideologen aller Couleur wittern Morgenluft: Die Reichen sollen mit einer massiven Vermögensabgabe zur Kasse gebeten werden, auch für ein allgemeines Grundeinkommen scheint jetzt die Stunde [...]

    Veröffentlicht: 29. April 2020Von:
  • Die Corona-Krise bedeutet für die deutsche Wirtschaft eine Vollbremsung bei voller Fahrt, so Sarna Röser, Mitglied der Ludwig-Erhard-Stiftung. Sie fordert von der Bundesregierung eine Exit-Strategie und von den Unternehmern Mut und Entschlossenheit, Verantwortung für Betriebe, Mitarbeiter und Regionen zu übernehmen: eine Rückkehr zur „Sozialen Marktwirtschaft – post Corona“. Das Coronavirus hat die Familienunternehmen infiziert. Der Mittelstand ächzt unter Liquiditätsengpässen, Auftragseinbrüchen und Personalausfällen auf allen Ebenen. Bei zwei Drittel der Familienunternehmen ist die Unternehmenstätigkeit gesunken [...]

    Veröffentlicht: 22. April 2020Von:
  • Prof. Dr. Dirk Meyer Institut für Volkswirtschaftslehre, Lehrstuhl für Ordnungsökonomik, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg In der Vergangenheit waren Finanzinstrumente zur Bewältigung von Krisen in der Europäischen Union an Bedingungen geknüpft, die auch für die Schaffung von Eurobonds gelten. Da die Corona-Krise alle Staaten gleichermaßen trifft, sollte statt einer Kollektivhaftung der Weg zur Finanzierung aus nationalen Quellen beschritten werden. Der italienische Politiker und Philosoph Niccolo Machiavelli (1469-1527) steht Pate für die derzeitigen Vorschläge [...]

    Veröffentlicht: 21. April 2020Von:
  • Die Corona-Krise hat die Forderungen nach gemeinsamen Anleihen der Euro-Staaten – diesmal als Corona- statt Eurobonds – wieder laut werden lassen. Ministerialdirektor a.D. Dr. Paul Jansen beschreibt die Debatte um Eurobonds seit Beginn der Euro-Krise und warnt vor den ökonomischen wie politischen Folgen einer Vergemeinschaftung von Schulden. Der Autor schließt mit einem alternativen Vorschlag zur europäischen Solidarität in Corona-Zeiten. Die Bundesregierung sieht sich in diesen Tagen aus einer Reihe von Euro-Staaten – vor allem [...]

    Veröffentlicht: 20. April 2020Von:
  • Prof. Dr. Werner Gleißner TU Dresden (BWL, insb. Risikomanagement), Deutsche Gesellschaft für Krisenmanagement e.V. (Vorstand), FutureValue Group AG (Vorstand) Krisen, wie derzeit durch die Corona-Pandemie, verlangen Staat, Unternehmen und Bürgern viel ab – und offenbaren hierbei Stärken und Schwächen. Werner Gleißner nimmt dies zum Anlass und überträgt das Konzept des „robusten Unternehmens“ auf den Staat. Er skizziert Prinzipien und Leitlinien für einen „robusten Staat“ und trägt so bei zur aktuellen [...]

    Veröffentlicht: 17. April 2020Von:
  • So viel Wandel war nie – die damals so schwierig wahrgenommenen Monate der Finanzkrise erscheinen unter dem schwarzen Stern Corona wie eine Fingerübung. Ein Land steht weitgehend still. Die Innenstädte sind leer, die betriebsamen Flughäfen verwaist, die Autobahnen staufrei. An die Stelle der Marktwirtschaft ist der Staat getreten, der Einkommen sichert und Unternehmen mit Liquidität versorgt, die sie zum Überleben aus eigener Kraft nicht mehr erwirtschaften können. Noch schwerer hat die Krise Italien und [...]

    Veröffentlicht: 16. April 2020Von:
  • Die Marktwirtschaft ist der Zentralverwaltungswirtschaft bei der Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen überlegen. Auch in der aktuellen Krise zeigt sich, dass freie Unternehmer im komplexen System einer arbeitsteiligen Wirtschaft den Mangel schneller beheben und die Produktion auf die derzeit wichtigsten Güter umstellen können als Behörden und eine schwerfällige Bürokratie. – Ein Plädoyer für die Entfesselung des Unternehmertums in Krisen und in normalen Zeiten von Rainer Fassnacht, Mitglied im Freundeskreis der Ludwig-Erhard-Stiftung. Die Maßnahmen zur [...]

    Veröffentlicht: 2. April 2020Von:
  • Am 14. März 2020 ist Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Artur Woll im Alter von 96 Jahren verstorben. Im Jahr 1986 wurde er mit dem Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik ausgezeichnet. In ihrer Laudatio würdigte Dr. Isabel Mühlfenzl, Mitglied der Jury des Ludwig-Erhard-Preises für Wirtschaftspublizistik, Artur Woll als „wissenschaftlichen Bestsellerautor“, der „ein theoretisches Lehrgebäude der Volkswirtschaftslehre geschaffen [hat], wie wir es im deutschsprachigen Raum in den Nachkriegsjahren lange vermisst haben“ und dem es gelungen ist, dass [...]

    Veröffentlicht: 1. April 2020Von:
  • Eigenverantwortliche Vorsorge für schlechte Zeiten gehörte zum nüchternen Realismus früherer Generationen, galt bis vor Kurzem aber als Pessimismus. Stattdessen vermittelte der Wohlfahrtsstaat die Illusion, die Politik werde es schon richten. In der Corona-Krise offenbaren sich jetzt die Schwächen des Staates dort, wo eigentlich Stärke geboten ist: bei der Gesundheitsvorsorge und der Krisenbewältigung in Pandemie-Zeiten. Dass der Staat sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren muss, um stark zu sein, könnte eine Lehre aus der Krise sein, [...]

    Veröffentlicht: 31. März 2020Von:
  • Ändert sich durch die Corona-Pandemie unser Verständnis von Wirtschaftspolitik? Nicht wenige wollen die aktuelle Krise für fundamentale Änderungen in der Wirtschafts- und Finanzpolitik, ja sogar bis hin zu einem Systemwechsel nutzen, meint Jan Schnellenbach. Dabei helfe bei der Bewältigung der anstehenden Herausforderungen nur technischer Fortschritt – und der werde durch den Marktmechanismus in Gang gesetzt. Vor wenigen Wochen schien es noch, als seien wir auf dem Weg in einen sanften Abschwung. Nach einem Jahrzehnt [...]

    Veröffentlicht: 26. März 2020Von:
  • Die Große Koalition lässt sich für milliardenschwere Hilfsprogramme zur Bekämpfung der Pandemie feiern. Gleichzeitig hebelt sie die Marktwirtschaft aus – und der Bundestag stimmt seiner eigenen Bedeutungslosigkeit zu. Das Einfrieren der Wirtschaft beim Versuch, die Folgen der Virus-Pandemie zu bekämpfen, wird katastrophale Folgen für Wohlstand und Beschäftigung haben. Mit dem jetzigen „Entwurf eines Gesetzes zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht“ greift die Bundesregierung allerdings tief in die bisherige Mechanik [...]

    Veröffentlicht: 25. März 2020Von:
  • Otmar Issing, Mitglied der Ludwig-Erhard-Stiftung, wirft einen kritischen Blick auf die Programme der Europäischen Zentralbank. Seine Mahnung lautet: Solidarität führt über Staatshilfen, die von den nationalen Parlamenten gebilligt werden müssen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zu Recht von der größten Krise der Nachkriegszeit gesprochen. Das gilt zuerst und vor allem für die Bedrohung für Leib und Leben durch die Pandemie. Gleichzeitig erleidet Deutschland zusammen mit vielen anderen Ländern einen negativen ökonomischen Schock in einem Ausmaß, [...]

    Veröffentlicht: 24. März 2020Von:
  • Deutschland geht es wirtschaftlich gut. Dennoch schwindet in der Öffentlichkeit das Vertrauen in die Marktwirtschaft. Wettbewerbliche Lösungen und eine „Ökonomisierung“ aller Lebensbereiche werden vielfach kritisiert. Gleichzeitig setzt die Politik zunehmend Maßnahmen um, die marktwirtschaftlichen Prinzipien klar widersprechen. Beispiele sind Eingriffe in den Preismechanismus wie Mindestlöhne, Mietpreisbremse und -deckel. Fallen die Resultate anschließend unbefriedigend aus, wird dies häufig nicht dem Eingriff angelastet, sondern es werden weitere Interventionen gefordert. Auch gewinnen alternative Wirtschaftsformen wie Gemeinwohlökonomie oder [...]

    Veröffentlicht: 17. März 2020Von:
  • In der wirtschaftspolitischen Debatte wird Neoliberalismus zunehmend fälschlicherweise mit Marktradikalismus und Sozialstaatgegnerschaft in Verbindung gebracht. Diese häufig zur Diffamierung politisch Andersdenkender eingesetzte, stigmatisierende Sichtweise ignoriert die Entstehungsgeschichte und die gesellschaftlichen Auswirkungen neoliberalen Gedankenguts. Gerade in einer Zeit, in der sich die Parteien der bürgerlichen Mitte in einer Kursbestimmung für künftige Herausforderungen befinden, ist es wichtig, zu einer Versachlichung der Diskussion beizutragen und daran zu erinnern, welche Rolle der Neoliberalismus bei der Herausbildung der Wirtschaftsordnung [...]

    Veröffentlicht: 5. März 2020Von:
  • Das erfolgreiche marktwirtschaftliche Leitbild der alten Bundesrepublik baute auf den mündigen Bürger, dem seine eigene Leistung zu Wohlstand verhilft. Doch trotz der schlimmen Erfahrungen aus 40 Jahren DDR führt die Regierungskoalition mehr und mehr Planwirtschaft ein. „Wer immer mehr bestellt, bezahlt auch immer mehr“, so Oswald Metzger, stellvertretender Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung. Ludwig Erhard ebnete mit seiner Währungsreform und der Abschaffung der Preisbindung im Juni 1948 den Weg zur Sozialen Marktwirtschaft und damit zum westdeutschen [...]

    Veröffentlicht: 2. März 2020Von:
  • Anlässlich des Geburtstags von Ludwig Erhard am 4. Februar veröffentlichen wir ein Schreiben des Vorsitzenden Roland Tichy an die Mitglieder, Freunde und Unterstützer der Ludwig-Erhard-Stiftung. Liebe Mitglieder, Freunde und Unterstützer der Ludwig-Erhard-Stiftung, wir feiern heute den 123. Geburtstag von Ludwig Erhard. Das vergangene Jahr war ein schwieriges Jahr für seine Ideen und die Konzeption einer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, die auf den Werten von Freiheit und Verantwortung basiert und die den Wettbewerb als zentrales Element [...]

    Veröffentlicht: 4. Februar 2020Von:
  • Zum 1. Februar 2020 tritt Großbritannien aus der Europäischen Union aus. Aus diesem Anlass dokumentieren wir Ludwig Erhards Ansprache zur Einleitung der Verhandlungen über einen Beitritt Großbritanniens zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), die er am 10. Oktober 1961 im Uhrensaal des Quai d'Orsay in Paris gehalten hat. Erhard war damals Präsident des Ministerrats der EWG. Es ist mir eine besondere Freude und eine große Ehre, Vorsitzender dieser unserer heutigen denkwürdigen Sitzung sein zu dürfen. Zunächst [...]

    Veröffentlicht: 31. Januar 2020Von:
  • Am 11. Januar 2020 ist Dr. h.c. Helmut Geiger im Alter von 91 Jahren verstorben. Er war seit 1982 Mitglied der Ludwig-Erhard-Stiftung, von 1987 bis 1999 Mitglied im Vorstand. Am 7. Juni 2019 wurde er von der Mitgliederversammlung zum Ehrenmitglied der Stiftung ernannt. Lesen Sie einen Nachruf von Georg Fahrenschon, Mitglied der Ludwig-Erhard-Stiftung. Die Ludwig-Erhard-Stiftung trauert um ihr langjähriges Mitglied Helmut Geiger. Der studierte Rechtswissenschaftler und Volkswirt und erste hauptamtliche Präsident des Deutschen Sparkassen- [...]

    Veröffentlicht: 24. Januar 2020Von:
  • Der Kanzler und sein Wirtschaftsminister stritten über die Gewichtung von Freiheit und Verantwortung in der Sozialen Marktwirtschaft. Ihre Korrespondenz gibt Einblicke in einen Abwägungsprozess, der auch heutige Politiker fordert. Konrad Adenauer und Ludwig Erhard, die beiden „ungleichen Gründerväter“ der Bundesrepublik Deutschland, verband ein turbulentes, schwieriges Verhältnis. Viele Jahre arbeiteten sie spannungsreich, aber dennoch produktiv zusammen, bevor sie sich über außenpolitische Grundsatzfragen zerstritten und im Machtkampf um die Kanzlernachfolge zermürbten. Am Ende schieden sie voneinander [...]

    Veröffentlicht: 20. Januar 2020Von:
  • Peter Hoeres berichtet in seinem Buch über die Geschichte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erstaunlich Aktuelles über die Hintergründe der Zeitungsgründung. Lesen Sie zum Buch einen Beitrag von Klaus-Rüdiger Mai. Als der Würzburger Historiker Peter Hoeres an die Niederschrift seines lesenswerten Buches über die Geschichte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) ging, konnte er nicht ahnen, wie aktuell ausgerechnet die Gründe für die Entstehung der Zeitung in diesen Tagen werden: Längst überwunden Geglaubtes kehrt zeitgemäß aufgehübscht [...]

    Veröffentlicht: 14. Januar 2020Von:
  • Prof. Dr. Richard Reichel FOM Hochschule, Essen, und Geschäftsführer des Forschungsinstituts für Genossenschaftswesen an der Universität Erlangen-Nürnberg Vielfach wird die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank verteidigt. Zu Unrecht, meint Professor Richard Reichel. Im nachfolgenden Beitrag widerspricht er gängigen Thesen, die eher in den Bereich der Rechtfertigungspropaganda einzuordnen seien. Weitgehend unbestritten ist, dass die gegenwärtig stark expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) auf der einen Seite die Sparer durch niedrige und gar [...]

    Veröffentlicht: 17. Dezember 2019Von:
  • 11. Dezember 2019 führten die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Ludwig-Erhard-Stiftung ein gemeinsames wissenschaftliches Kolloquium mit dem Titel „Vermögenspolitik in der Sozialen Marktwirtschaft“ durch. In drei Panelrunden referierten und diskutierten Experten aus Wissenschaft, Politik und Medien. Die ganztägige Veranstaltung mit rund 30 Teilnehmern fand in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin statt. Lesen Sie hier einen Tagungsbericht von Rita Anna Tüpper, Referentin der Konrad-Adenauer-Stiftung. Programm Panel I: Vermögenspolitik auf dem Prüfstand Dr. Wolfgang Tischner, [...]

    Veröffentlicht: 13. Dezember 2019Von:
  • Die Soziale Marktwirtschaft Ludwig Erhards ist ein Erfolgsmodell: Sie hat maßgeblich zum Wiederaufbau Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg – dem deutschen „Wirtschaftswunder“ – beigetragen und dient auch heute noch als Maßstab für die deutsche Wirtschaftspolitik. Ziel und Richtung der Sozialen Marktwirtschaft hat Erhard klar benannt: „‚Wohlstand für alle‘ und ‚Wohlstand durch Wettbewerb‘ gehören untrennbar zusammen; das erste Postulat kennzeichnet das Ziel, das zweite den Weg, der zu diesem Ziel führt.“ Die Soziale Marktwirtschaft steht [...]

    Veröffentlicht: 3. Dezember 2019Von:
  • Der Amtswechsel in der Präsidentschaft der Europäischen Zentralbank könnte zu einer Ausrichtung der Geldpolitik zusätzlich hin zur Umweltpolitik führen. Ist das ordnungspolitisch vertretbar? Ordnungspolitische Grundsätze der europäischen Geldpolitik – die Trennung von Geldpolitik und Fiskalpolitik sowie die alleinige Ausrichtung auf das Primärziel Preisstabilität – werden zunehmend infrage gestellt. Das sind Grundsätze, die von der geldpolitischen Konzeption der Deutschen Bundesbank auf die Europäische Zentralbank (EZB) übertragen wurden. Sie haben sich in der Inflationsbekämpfung über Jahrzehnte [...]

    Veröffentlicht: 28. November 2019Von:
  • Zum dritten Mal fand das Europa-Forum, eine Kooperationsveranstaltung von Wirtschaftsrat und Ludwig-Erhard-Stiftung, statt. Im Atrium der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Berlin wurde diskutiert, ob und wie angesichts des anhaltenden Nullzinses zu reagieren sei. Mit der Mission, den Euro zu retten, hat die Europäische Zentralbank (EZB) im Jahr 2012 begonnen, mehr Geld in Umlauf zu bringen – billiges Geld, für das die Währungshüter die Leitzinsen Jahr für Jahr senkten. Seit drei Jahren liegen die Zinsen [...]

    Veröffentlicht: 18. November 2019Von:
  • Nachfolgend dokumentieren wir einen Vortrag, den der Vorsitzende der Ludwig-Erhard-Stiftung Roland Tichy beim 9. Frankfurter Ludwig-Erhard-Dialog zum Thema „Deutschland im Herbst 2019 – Brauchen wir jetzt mehr oder weniger Ludwig Erhard?“ gehalten hat. Ludwig Erhard ist der Dicke mit der Zigarre, die so ein bisschen oll wirkt. Das Beste an ihm ist scheinbar die Zigarre: Sie ist so etwas von daneben, dass sie schon wieder modern ist. Oder etwa doch nicht? Denn sie ist [...]

    Veröffentlicht: 12. November 2019Von:
  • Mit Milliarden Euro wird jetzt der Absatz von E-Autos und der Aufbau von Ladesäulen gepuscht. Die „Subventionitis“ erinnert fatal an die Energiepolitik. Denn sie wissen nicht, was sie tun, möchte man losschreien, wenn man sich die teuren und widersprüchlichen Ergebnisse des jüngsten „Autogipfels“ vor Augen führt. Die Lobbyarbeit der Automobilindustrie, die mit ihrer Abgas-Manipulationssoftware dem Dieselmotor fast den Todesstoß versetzt und damit der klimabewegten Öko-Szene erst so richtig den Weg für ihren Anti-Auto-Furor geebnet [...]

    Veröffentlicht: 8. November 2019Von:
  • Der Autorin Ulrike Herrmann kommt das schmachvolle Verdienst zu, „die jüngere deutsche Wirtschaftsgeschichte in ein weit linkes bis grünes Weltbild hineinzuprügeln“. So lautet das Fazit von Richard Reichel zum kürzlich erschienenen Buch „Deutschland, ein Wirtschaftsmärchen. Warum es kein Wunder ist, dass wir reich geworden sind“. Ulrike Herrmann erhebt in ihrem Buch den Anspruch, die deutsche Wirtschaftsgeschichte der vergangenen 100 Jahre, insbesondere aber die der Nachkriegzeit in wesentlichen Teilen neu zu schreiben. Die Autorin behauptet [...]

    Veröffentlicht: 30. Oktober 2019Von:
  • Der Hauptgrund für das Ende der DDR spielt im öffentlichen Bewusstsein kaum noch eine Rolle: Der Sozialismus war bankrott und gescheitert. Die Lehre daraus: Schluss mit dem Glauben an die Planbarkeit der Wirtschaft! In der heutigen Zeit ist man des Öfteren überrascht, welche Themen die politische Agenda bestimmen. So war es auch beim Tag der Deutschen Einheit. Beim Festakt am 3. Oktober in Kiel ging es um viele Themen. Selbstverständlich um den Fall der [...]

    Veröffentlicht: 11. Oktober 2019Von:
  • Eine Redakteurin der „taz“ verunglimpft Ludwig Erhard und sein Verdienst für Deutschland. Der Vorsitzende der Ludwig-Erhard-Stiftung Roland Tichy widerspricht. War Ludwig Erhard ein Nazi? Müssen Straßen und Schulen umbenannt, seine Büste aus dem Wirtschaftsministerium entfernt werden? Während landauf, landab 70-jährige Nachkriegsjubiläen als Gründungsdatum von irgendetwas gefeiert werden, soll es jetzt dem Mann an den Kragen gehen, der als Wirtschaftsreformer, Wirtschaftsminister und später als Bundeskanzler wesentlichen, sogar sehr wesentlichen Anteil daran hatte, dass Deutschland wohlhabend [...]

    Veröffentlicht: 9. Oktober 2019Von:
  • Dem „Vater“ des Wirtschaftswunders wird völkisches Gedankengut vorgeworfen. Es ist ein Versuch, die liberale Ordnung zu diskreditieren. Am 23. September erschien in der Berliner „tageszeitung“ (taz) ein umfangreicher Artikel über Ludwig Erhard mit dem Titel „Ein Profiteur der Nazis“. Die taz-Redakteurin Ulrike Herrmann behauptet darin, dass Erhards Wirken während der Nazi-Herrschaft bis heute tatkräftig verschwiegen würde. Als Wissenschaftler sei er gescheitert, weil er seine Habilitationsschrift nicht vollendete, und als Geschäftsführer des Nürnberger Instituts für [...]

    Veröffentlicht: 7. Oktober 2019Von:
  • Von wegen deutsches Wirtschaftswunder: Ludwig Erhard war kein guter Wirtschaftsminister und die Soziale Marktwirtschaft nie sozial. – Die Journalistin Ulrike Herrmann mistet die westdeutsche Erfolgsgeschichte gründlich aus. Zu gründlich? Wer sich traut, eine altbekannte Geschichte gründlich gegen den Strich zu bürsten, hat schon mal einen Punkt: Alles, was bisher sicher erschien, wird infrage gestellt, Mythen werden zerschmettert, Denkmäler vom Sockel gestürzt. Das ist aufregend, und es ist anregend. In dieser Hinsicht liefert Ulrike Herrmann [...]

    Veröffentlicht: 30. September 2019Von:
  • Seit Gründung des Bundeskartellamtes im Jahr 1958 übernimmt Deutschland in Wettbewerbsfragen eine Vorreiterrolle – in Europa und weltweit. Kartellamtspräsident Andreas Mundt resümiert, dass die Mitarbeiter des Amtes echte Pionierarbeit geleistet haben. (Bild: © Schuering) Das Grundgesetz zeichnet mit den Grundrechten der Berufsfreiheit, der Eigentumsgarantie und der Allgemeinen Handlungsfreiheit eine wettbewerbliche Ausrichtung des Wirtschaftslebens vor. Der allgemeine Rahmen des Grundgesetzes wird maßgeblich durch ein Gesetz konkretisiert, das die Basis für unsere Wirtschafts­ordnung ist: das Gesetz [...]

    Veröffentlicht: 26. September 2019Von:
  • Man nehme einen Jubiläumstag, in diesem Fall den 20. September 1949, der Tag, an dem die erste Bundesregierung vereidigt wurde, suche sich einen der Beteiligten heraus und klopfe seine Lebensgeschichte ab, vorzugsweise auf die Jahre 1930 bis 1945 – und schon ist sie fertig, die vermeintliche Sensation. Am vergangenen Freitag, den 20. September 2019, war es an der taz in ihrer Online-Ausgabe, den Dauerbrenner „Ludwig Erhard und der Nationalsozialismus“ hervorzuholen. Ein Buchauszug von Ulrike [...]

    Veröffentlicht: 24. September 2019Von:
  • Der Paternalismus des vorsorgenden Sozialstaates wird den Menschen nicht nur aufgezwungen, so Norbert Bolz. Sie begehren ihn auch, denn er entlastet sie von der Bürde der Freiheit. Sie empfinden die totale Vorsorge als Wohltat. Politik mutiert so zum Glückszwangsangebot. Warum ist eine Politikerin wie Margaret Thatcher mit ihrem Kampf gegen den „nanny state“ in den 1980ern gescheitert? Wollen die Bürger von den Betreuern des Staates tatsäch­lich an die Hand genommen werden – von der [...]

    Veröffentlicht: 18. September 2019Von:
  • „Das kalte Herz“ – so lautet der Titel eines Buches, in dem der Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe die Geschichte des Kapitalismus vorgelegt hat. Obwohl der Kapitalismus die Armut überwunden und Wohlstand geschaffen hat, hat er heute einen schlechten Ruf. Mit dem Buchtitel spielt Werner Plumpe auf das Märchen von Wilhelm Hauff aus dem frühen 19. Jahrhundert an, in dem der Schwarzwälder Köhler Peter Munk einem Waldgeist sein warmes Herz gegen einen kalten Stein verkauft, um [...]

    Veröffentlicht: 9. September 2019Von:
  • In der Debatte um eine „neue“ Geldpolitik werden bisherige ordnungspolitisch begründete Grundsätze der Geldpolitik – die Trennung von Geldpolitik und Fiskalpolitik und damit die Unabhängigkeit der Zentralbanken – zugunsten einer zunehmenden Politisierung der Geldpolitik infrage gestellt. In dem Maße, wie die seit Jahren extrem expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht dazu geführt hat, das selbst gesteckte Ziel einer Inflationsrate von unter, aber nahe bei 2 Prozent zu erreichen und sich zudem die wirtschaftliche [...]

    Veröffentlicht: 4. September 2019Von:
  • Eine wehrhafte Demokratie muss in der Lage sein, ihre Existenz und ihre Werte zu verteidigen. Nach Armin Schuster trägt in Deutschland das Bundesamt für Verfassungsschutz wesentlich dazu bei. Unsere Verfassung wurde vor 70 Jahren als Gegenentwurf zum totalitären NS-Regime formuliert und ist in den folgenden Jahrzehnten ein Gegenmodell zum SED-Unrechtsstaat geworden. Das Grundgesetz ist das Fundament, auf dem unsere Demokratie aufbaut. Sein wichtigstes Anliegen ist es, Demokratie, Bundesstaatlichkeit, Rechtsstaatlichkeit und Sozialstaatlichkeit sowie die unverwirkbaren [...]

    Veröffentlicht: 30. August 2019Von:
  • Das Bundesverfassungsgericht hat geurteilt, dass die Mietpreisbremse grundgesetzkonform ist. Demnach verstößt sie weder gegen den Eigentumsschutz noch gegen die Vertragsfreiheit oder den Grundsatz der Gleichbehandlung. Allerdings verstößt die Mietpreisbremse gegen mindestens drei fundamentale Prinzipien der Marktwirtschaft, meint Ulrich van Suntum. Seit 1. Juni 2015 ist die „Mietpreisbremse“ in Kraft. Sie gilt in sogenannten angespannten Wohnungsmärkten, vor allem in großen Städten. Das entsprechende Gesetz wurde zunächst auf fünf Jahre befristet, aber es ist absehbar, dass [...]

    Veröffentlicht: 23. August 2019Von:
  • Reiner Holznagel hält den 1991 eingeführten Solidaritätszuschlag für nicht mehr mit dem Grundgesetz vereinbar und fordert deshalb: „Schluss mit dem Soli!“ Die von der Großen Koalition geplante Abschaffung für 90 Prozent der Zahler der Ergänzungsabgabe hält er für halbherzig. Was hat Ludwig Erhard mit dem Solidaritätszuschlag zu tun? Erst einmal nicht viel, denn der Solidaritätszuschlag wurde 1991 eingeführt, also lange nach Erhards Zeit. Die Grundlage für die heutige Ergänzungsabgabe stammt allerdings aus dem Jahr [...]

    Veröffentlicht: 20. August 2019Von:
  • Die Soziale Marktwirtschaft ist als Wirtschaftsordnung im Grundgesetz nicht vorgeschrieben. Aber als „Stilgedanke“ ist sie durch und durch am Geist des Grundgesetzes orientiert, meint Wolfgang Ockenfels. Die christliche Soziallehre fordert dabei in subsidiärem Sinne Gemeinwohlbindung. Vor siebzig Jahren ist im rheinisch-katholischen Milieu der Stadt Bonn das Grundgesetz aus der Taufe gehoben worden. Es verdankt sich allerdings nicht allein einer christlichen Milieuprägung und kirchlichen Traditionsverbundenheit. Der erste Verfassungstext der Bundesrepublik Deutschland ist in seiner freiheitlichen [...]

    Veröffentlicht: 19. August 2019Von: